Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
11
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II

Ich habe mich hier viel in den Papieren, religiösen Plänenund Aufsätzen der guten Mutter Hirn umgesehen und kann nichtaufhören den Glauben, die Hoffnung und die Liebe dieserkräftigen, originellen frommen Frau zu bewundern, die imNeglige erst recht liebenswürdig ist. Bis Montag werde ichabreisen; ich grüße Euch alle herzlichst.

Hiebei schenke ich Dir den Cupertinus und bleibe

Euer

ergebener

Clemens.

An Denselben.

Minen den 6. August 1823.

Liebster Windischmann!

Daß ich nicht schreiben konnte aus Zeitmangel, darfst Dukühnlich denken, denn ich bin seit ich hier kaum sechsmal ein halbStündchen vors Thor gekommen und eben an Freunde schreibeich nur in der Nothwendigkeit, weil ich sonst gar nicht fertigwerden kann.

Es naht nun die Zeit wo ich meine, daß Du nach Bochholdund hieher kommen willst, und ich bitte Dich daher um genaueNachricht wie Du die Reise einrichtest. Denn ich möchte Dichvon Bochhold abholen und darf doch höchstens einen Tag aus-bleiben, wobei ich schon sehr verliere, weil ich gar keine Unter-stützung habe und Alles wie Wasserwellen stets unbarmherzigfortrollt.

Was Bochhold betrifft, so läßt Dich der alte trefflicheDiepenbrock, der fromme geniale Greis, dringend und demüthig

*) Die Gesichte der Emmerich.