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denn alles, was ich bis jetzt von dergleichen gelesen, ist sehrunwesentlich, unbestimmt und theils unnütz, ja theils so wie mauEtwas nicht sehen, höchstens wie man es schlecht erzählen kann.Die Visionen der Meisten sind Betrachtungen, welche für Wahr-heit und Anschauung wohl einen ursprünglicheren, aber nichtsinnlicheren Werth, als Gemälde und Kupferstiche haben
Ich war neulich sechs Tage in Bochhold. A..., das gutefromme Kind, kränkelt, sie scheint brustkrank durch Kummer,Abtödtung und Erkältung. Sie ist ungemein ruhig, einfach,ergeben und ohne Schwärmerei und Sehnsucht, aber sie lebtganz in Gott und Iesusliebe. Ich hoffe ihre Genesung, siewäre ein großer Verlust für ihre Umgebung, denn Alles erbautsich an ihr. — — — — — -— — — -— — —
Ich bin jetzt vier Jahre hier und habe keinen Freund, alsden ehrlichen Niesing, und Niemand auf den ich mich verlassenkönnte, kein Gefühl der Heimath nirgends, und das macht michoft sehr betrübt. Bei der kleinen Reise nach Köln bin ich schonsehr verlegen wo Alles lassen und sicher bewahren, was ich anManuscripten und Heiligthümern zurücklasse. Seit meine Beschäf-tigung, in die ich ganz eingelebt war, unterbrochen ist, gehe ichohnedies sehr lahm und zerrüttet; aber ich hoffe, Gott wirdmeinen guten Willen nicht verschmähen und mich wieder aufrichten.
Wenn Du die gekauften Bücher mir sendest, so freut esmich sehr in meiner Einsamkeit. Du könntest sie mit den Gebet-büchern an Frau Hirn gehen lassen. Ich freue mich auf dielettres milliontes , denn ich war im Begriff sie von Paris zuverschreiben. Was Du hie und da von religiösen Volksbüchernund Bildern und sonst Kleinigkeiten, die eigenthümlich sind,kaufen kannst, thue es für meine Rechnung und sende mir dieseZerstreuung. Es bleibt Dir Alles, oder Melchior, wenn er einmalfertig ist und fest wohnt, und ich weiter oder vor Gott muß.