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22 (1852) Redgauntlet
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merksam zu machen, welche Beleidigungen man mir zufügcnwürde?"

Mein gnädiger Fürst," erwiederte Redganntlct,ich binhierin nur in soweit zu tadeln, daß ich nicht glaubte, ein sogeringes Hinderniß, als die Gesellschaft einer Frau könntewirklich ein Unternehmen von solcher Wichtigkeit unterbrechen.Ich bin ein gerader Mann, Sire, und spreche offen. Ich ließes mir nicht träumen, daß nicht in den ersten fünf Minutenunserer Unterredung entweder Sir Richard und seine Freundevon einer Ew. Majestät so unangenehmen Bedingung abstehen,oder Ew. Majestät diese unselige Neigung dem gesunden Ratheoder auch dem überängstlichen Verdachte, so vieler getreuerUntcrthanen aufopfern würden. Ich erblickte in dieser Schwie-rigkeit kein Hinderniß das nicht von beiden Seiten gleich ei-nem Spinngewebe hätte durchrifsen werden können."

Ihr wäret im Jrrthum, Sir," sagte Carl Eduard,völ-lig im Jrrthum, so wie Ihr es noch seid, wenn Ihr in EuremHerzen glaubt, meine Weigerung in diesen übermüthigen Vor-schlag einzugeben, sei von einer kindischen und romanhaftenLeidenschaft für diese Person diktirt. Ich sage Euch, Sir, ichkönnte mich morgen ohne die mindeste Reue von ihr trennen,ja ich habe schon daran gedacht, sie aus Gründen, die nurmir bekannt sind, von meinem Hofe zu entlassen; aber ichwerde nie meine Rechte als Souverain und als Mann ver-rathen, um mir die Gunst irgend eines Menschen zu sichern,oder eine Treue zu erkaufen, welche, wann Ihr sie mirüberhaupt schuldig seid, als ein angeborenes Recht mir zn-kommt."

Es thut mir leid," sagte Redgauntlet,ich hoffe Ew.Majestät und Sir Richard werden ihre Entschlüsse noch ein-mal überlegen, oder die Erörterung unter so dringenden Um-