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Der Ruf „zum Teufel mit allen Verhaftsbefehlen!" warbei der Wirthshaus-Militz sehr beliebt, und Nanty Ewart nichtweniger. Fischer, Hausknechte, Seeleute, Schmuggler, Alles be-gann sich herumzudrängen. Crackenthorp bemühte sich vergebens,den Mittler zu machen. Die Begleiter Redgauntlcts begannenihre Gewehre zu spannen, ihr Herr aber winkte sie zur Ruhe,zog rasch wie der Blitz sein Schwert, stürzte auf Ewart mit-ten in seiner Rede ein, und schlug ihm den Hirschfänger mitsolcher Gewalt aus der Hand, daß er drei Schritte weit weg-flog. In demselben Augenblick stieß er ihn mit Heftigkeit zuBoden, schwang das Schwert über seinem Haupte, zum Zei-chen, daß er gänzlich in seiner Hand sei.
„Nun, Ihr Trunkenbold, Ihr Vagabunde," sagteer; „ichschenke Euch das Leben, — Ihr seid kein schlechter Kerl, wennIhr es nur lassen könntet, unter Eucrn Freunden Händel anzu-fangen. — Aber wir kennen Alle Nantp Ewart," sagte er zu derumherstehenden Menge mit einem verzeihenden Lächeln, welchesvereint mit dem Schrecken über seine Kühnheit die wankendeUnterwürfigkeit schnell wieder befestigte.
Sie riefen laut: „cs lebe der Laird!" während der armeNanty sich von der Erde erhob, wohin er so unsanft gestoßenworden war, seinen Hirchfänger suchte, ihn aushob, abwischte;und während er ihn in die Scheide steckte, zwischen den Zäh-nen murmelte: „es ist wahr, was sie von ihm sagen, und derTeufel läßt seinen Freund nicht, bis seine Stunde kommt;ich trete ihm nie wieder in den Weg."
Mit diesen Worten drängte er sich durch den Haufen, ent-muthigt und gebeugt durch seine Niederlage.
„Was Euch betrifft, Josua Geddeö," sagte Redgauntlet,indem er sich dem Quäker näherte, der mit aufgehobenenHänden und Augen die Scene der Gewalt mit angesehen
Redgauntlet. S8