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22 (1852) Redgauntlet
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wenn wir nichts von Fairladies hören, so müssen wir unsereReise fortsetzen."

Christa! begab sich vor die Thüre, kehrte aber sogleichzurück, und sagte zu seinem Herrn mit einer Stimme so rauh,wie seine Züge:Gilbert Gregson kommt, sein Pferd ist ganzweiß vom Schaume, als wenn es der böse Feind gerittenhätte.«

Redgauntlet warf den Teller von sich, von dem er ebengegessen hatte, und eilte nach der Thüre der Scheune, durchwelche der Bote im nämlichen Augenblick eintrat; ein munte-rer Bursche mit einer schwarzsammtenen Jagdmühe und einembreiten Gürtel um den Leib, woran seine Botentasche hing.Der Koth, womit er vom Kopf bis zum Fuß bespritzt war,zeigte an, daß er auf einem schlechten Wege einen raschenRitt gemacht habe. Er überlieferte an Mr. Redgauntlet einenBrief mit einer ehrerbietigen Verbeugung, und zog sich dannan das Ende der Scheune zurück, wo die andern Dienerauf dem Stroh saßen oder lagen, um einige Erfrischungenzu sich zu nehmen. Redgauntlet erbrach hastig den Brief,und las ihn mit Blicken, worin sich einige Aengstlichkeit undUnruhe spiegelte. Beim zweiten Dnrchlesen schien sein Miß-vergnügen zu wachsen, seine Stirne verfinsterte sich, und deut-lich war das unglückliche Zeichen seiner Familie und seinesHauses darauf gezeichnet. Noch nie hatte Darste auf seinerStirne ein so treffendes Bild jenes Zeichens bemerkt, das dieSage derselben beilegte.

Redgauntlet hielt den offenen Brief in der einen Hand,und stieß mit dem Zeigefinger der andern darauf hin, indemer zu Christa! Nixon halblaut, aber unwillig sagte:Gegen-befehl! Wir sollen abermals gegen Norden! Nordwärts,wenn alle unsere Hoffnungen gegen Süden liegen, zum Zwei-