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22 (1852) Redgauntlet
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Man hörte jetzt eine» feierlichen nnd festen Schritt in derGallerie, der nicht nur die Annäherung eines Bischofs oderCardinals, sondern die des Papstes selbst hatte ankündigenkönnen. Auch hätte» die beiden Damen nicht ehrfurchtsvol-ler auf den Ton horchen können, hätte er auch verkündigt,daß sich das Haupt der Kirche in eigener Person nahe. Siestellten sich gleich Schildwachen, an beiden Seiten der Thürc,durch welche sich die lange Gallerie in Fairford's Zimmerendigte; hier standen sie unbeweglich, und ihre Gesichter drück-ten die tiefste Ebrfurcht aus. Die Annäherung Vater Buo-navcntnra's geschah so langsam, daß Fairford Zeit genughatte, Alles dieß z» bemerken, und sich im Stillen zu ver-wundern, wie ein schlaner, ehrgeiziger Priester es dahin ge-bracht habe, seine würdigen, aber etwas einfältigen Wirthin-nen solchen abergläubischen Ceremonien zu unterwerfenVater Buonaventura's Eintritt und Erscheinen machte dasjedoch einigermaßen begreiflich.

Er war ein Mann von mittlerem Alter, ungefähr vierzigoder darüber; aber Sorgen oder Anstrengungen, oder einnachlässiges Wesen hatten ihm einen Anschein von frühzeitigemAlter und seinen Zügen einen gewissen Ernst, man möchtefast sagen, Traurigkeit gegeben. Edle Züge blieben aber nochimmer, und obgleich seine Gesichtsfarbe etwas bleich war, unddie seiner Stirne aufgedrückten Falten ihm einen melancholi-schen Anstrich gaben, so zeigte doch die hohe Stirne, das igroße wohl geformte Auge und die schön gebildete Nase, wieschön der Mann in bessern Tagen gewesen sein müsse. Erwar schlank, aber sein gebückter Gang entzog ihm den Vor-theil seines hohen Wuchses, und der Stock, den er immer inder Hand trug, und gelegentlich gebrauchte, so wie sein lang-samer, obgleich majestätischer Gang, schienen anzuzeigen, daß

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