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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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429
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ein langes Gebet geweiht hatte; während er dicß sprach,schloß er die Augen, dehnte aber die Nasenflügel weit ans,als ob er den Duft des Tranks mit besonderer Behaglichkeitcinschnüffelte.

Als das Gebet endlich vorüber war, setzten sich die dreiFreunde nieder zu ihrem Getränke, und luden Alan Fairfordein, daran Theil zu nehmen. Acngstlich wegen seiner Lage,mißvergnügt über seine Gesellschaft, erhielt er nach vielemBitten, unter dem Vorwand, er sei ermüdet, erhitzt u. dergl.,die Erlaubniß, sich ans ein Lager hinzustrecken, das in demZimmer war, und versuchte, wenigstens einen Augenblick zuruhen, ehe die hohe Fluth ihn auf's Schiff rief. Eine Zeit-lang heftete er seine Augen noch auf die lustige Gesellschaft,die er verlassen hatte, und strengte seine Ohren an, um womöglich etwas von ihrer Unterhaltung zu vernehmen. Erfand aber bald, daß ihm dieß nicht gelang; denn was auchwirklich seine Ohren erreichte, war so sehr mit einem jaune-rischen Rothwelsch vermengt, daß er keinen Sinn hinein brachte.Endlich schlief er ein-

Nach einem drei- oder vierstündigen Schlafe wurde er durchStimmen aufgeweckt, welche ihn baten, anfzustehen und sichzur Abfahrt bereit zu machen. Er sprang also auf, und be-fand sich uoch in derselben lustigen Gesellschaft, die gerademit ihrer ungeheuren Pnuschbowle fertig geworden war. ZuAlans Erstaunen hatte das Getränk nur wenig Wirkung aufdas Gehirn von Menschen gehabt, die gewohnt waren, zujeder Stunde zu trinken und in den ungewöhnlichsten Quan-titäten. Der Wirth sprach zwar ein wenig schwer, und auchmit der Zunge des Mr. Thomas Trumbull wollte cs nichtrecht fort, Nanty aber war einer von den Säufern, die frühedas wurden, was man Lonvivsntb nennt, und Tag und Nacht