zu ermuthigen. Des Lairds eigene Scherze waren indessenausnehmend erfolgreich, nicht nur bei dem Hrn. Richter undseiner Frau Gemahlin, sonder» auch bei der rothbackigtenund rothbebändertcn Magd, welche am Tisch aufwartetc, undkaum gehörig zu besorgen vermochte, was ihr oblag, weildie Ausbrüche der Laune des Mr. Summcrtrees äußerst wirk-sam sich bewiesen. Alan Fairford allein blieb bei aller dieserLustigkeit ungerührt, was um so weniger zu verwundern war,La nicht nur seine Gedanken mit einem wichtigeren Gegen-stände beschäftigt waren, sondern auch die meisten Witze desLairds in listigen Anspielungen auf unbedeutende Stadt- oderFamilien-Vorfälle bestanden, mit welchen der Gast aus Edin-burg völlig unbekannt war. So schallte das Gelächter derGesellschaft an sein Ohr, wie das träge Knistern des Holzesum einen Topf, nur mit dem Unterschiede, daß dadurch keineso nützliche Operation unterhalten oder begleitet wurde, wiedas Kochen.
Fairford war froh, als das Tischtuch wcggenommen wurde,und als Mr. Crosbic nicht ohne einige wohlmeinende Winkerücksichtlich der genauen Mischung der Ingredienzien eine an-sehnliche Bowle Punsch zu Stande gebracht hatte, worüberdie Augen des alten Jakobiten zu glänzen anfingen, wurdendie Gläser vorwärts geschoben, gefüllt, und jedes von seinemEigenthümer wieder an sich gezogen, worauf der Hr. Richtermit großer Emphase den Toast ausbrachte: „Der König."Dabei richtete er einen bedeutenden Blick ans Fairford, derzu sagen schien: „Ihr könnt nicht zweifeln, wen ich meine,und darum ist es nicht nöthig, die Person näher zu bezeichnen."
SummertreeS wiederholte den Toast mit einem schlauenWinke gegen die Hausfrau, während Fairfvrd schweigendsein Glas austrank.