Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
373
Einzelbild herunterladen
 

373

Du betrübst mich, Freund, durch deine Fragen," sagteRachel noch bewegter, als vorher,denn wenn auch der Jüng-ling gleich den andern weltlichen Menschen nur in seiner Ein-bildung weise war, und sich leicht durch den Athem der Eitel-keit bewege» ließ, so liebte ihn Josua doch, und sein Herzneigte sich zu ihm, als war er sein eigener Sohn. Und alser selbst der Schlinge der Söhne Bcliods entkam, was nichteher geschah, als bis sie müde waren, ihn zu tadeln, zu ver-spotten und zu verhöhnen, kehrte Josua, mein Bruder, nocheinmal zu ihnen zurück, um ihnen für den Jüngling, genanntDarste Latimer, Geld und das Versprechen der Verzeihunganzubictcn, aber sie wollten ihn nicht hören, darum ging ervor den Oberrichter, den die Menschen den Sheriff nennen,und würde ihm von des Jünglings Gefahr erzählt haben,aber sie wollten ihn durchaus nicht hören, wenn er nicht aufdie Wahrheit seiner Worte schwören wolle, was er ohneSünde nicht thun konnte, denn es steht geschrieben: ihr solltaller Dinge nicht schwören, denn eure Rede soll sein, ja, ja,nein, nein. Darum kehrte Josua trostlos zu mir zurück, undsagte: Schwester Rachel, dieser Jüngling hat sich meinetwegenin Gefahr begeben; sicherlich werde ich nicht schuldlos sein,wenn ein Haar seines Hauptes gekrümmt werden sollte, dennsiehe, ich habe gesündigt, als ich ihm gestattete, mit mir zuder Fischerei-Anstalt zu gehen, als solches Uebel zu befürchtenwar, darum will ich mein Pferd nehmen, selbst den Salomon,und will schnell »ach Cnmberland reiten, mir Freunde machenmit dem ungerechten Mammon unter den Obrigkeiten derHeiden und unter ihren mächtigen Menschen, und es soll da-hin kommen, daß Darste Latimer in Freiheit gesetzt wird, wärees auch mit dem Verlust meines halben Vermögens." Undich sagte nein, mein Bruder gehe nicht, denn sie werden dich