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und Darsse Latimer für einen Spionen angesehen haben. SeinEinfluß ist, glaube ich, groß unter diesem gesetzlosen Volke,wovon Ihr so eben gesprochen habt?" Der Richter antwortetemit einem zweiten bedeutsame» Kopfnicken, das dem LordBnrleigh in Sherikan's Kritiker Ehre gemacht haben würde.
„Ist cs nun nicht möglich," fuhr Alan fort, „daß Mr.Latimer fälschlich für einen Spion angesehen, und dieser Ver-dacht den Mr. Redgauntlet bewogen habe, ihn anfheben undirgendwo einsperren zu lassen? — Solche Dinge geschehenbei Wahlen und bei weit minder dringenden Gelegenheiten,als wenn ein Mann sein Leben durch einen Kundschafter inGefahr glaubt."
„Mr. Fairford," sagte der Richter sehr ernst, „ich haltesolch einen Mißgriff kaum für möglich, und wenn durch einenaußerordentlichen Zufall etwas der Art vorgekommen seinsollte, so ist Redgauntlet, den ich wie gesagt, sehr gut kenne,weil er meiner Frau erster oder eigentlich vierter Vetter ist,durchaus unfähig, dem jungen Mann irgend etwas Schlimmeszuzufügen — er könnte ihn allenfalls für eine Nacht oderzwei nach Ailsay schicken, oder ihn auf der Nordküste von Ir-land, oder in Zslay, oder auf einer von den Hebriden an'sLand setzen; aber verlaßt Euch darauf, er ist unfähig, ihmein Haar zu krümmen."
„Ich bin entschlossen, mich dabei nicht zu beruhigen, Hr.Richter," antwortete Fairford fest, „und ich bin sehr erstaunt,daß Ihr so leicht hin von dem Angriff sprecht, der ans dieFreiheit einer Person gemacht worden ist. Ihr müßt beden-ken, und die Freunde des Mr. Hernes oder Mr- Redgauntlet'ssollten ebenfalls wohl bedenken, wie es in den Ohren einesenglischen Staatssekretärs klingen muß, daß ein geächteterVerräther (denn das ist dieser Herr) es nicht nur gewagt