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22 (1852) Redgauntlet
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Ein weiser Schluß," sagte er spöttisch lächelnd,das klangja wie ein Stück aus einer Genferpredigt-"

Aber," fuhr ich fort,ich richte Eure Aufmerksamkeit aufdie Thatsache, daß ich sowohl, als Ihr, nach Antrieben ge-handelt habe, die entweder das Resultat meines freien Wil-lens oder die Folgen der mir von dem Schicksal bestimmtenRolle sind. Diese können und im gegenwärtigen Falle stndsie wirklich im geraden Widerspruche mit denjenigen, durchwelche Ihr bewegt worden seid; und wie sollen wir nun be-stimmen, welche den Vorrang haben soll? Ihr fühlt Euchvielleicht bestimmt, mein Kerkermeister zu sein, ich dagegenfühle mich bestimmt, meine Flucht zu versuchen, und in's Werkzu sehen. Einer von uns muß Unrecht haben, wer aber kannsagen, welcher von Beiden in Jrrthum sei, bis der Erfolgzwischen uns entschieden hat?"

Ich werde mich bestimmt fühlen, strengere Zwangsmittelzu gebrauchen," sagte er gleichfalls in dem Tone zwischenScherz und Ernst.

In diesem Falle," antwortete ich,wird cs meine Be-stimmung sein, Alles für meine Freiheit zu versuchen-"

Und die weinige, junger Mann," erwicderte er in einemtiefen und strengen Tone,Sorge zu tragen, daß Ihr ehersterben, als Euern Vorsatz ausführen werdet."

Dieß war deutlich gesprochen, »nd ich wollte ihn keines-wegs ohne Antwort lassen.

Ihr droht mir vergebens," sagte ich,die Gesetze meinesLandes werden mich schützen, oder denjenigen rächen, den sienicht beschützen können." Ich sprach dieß in bestimmtem Tone,und er schien einen Augenblick zum Schweigen gebracht; dieVerachtung, womit er zuletzt mir geantwortet hatte, trug et-was Affectirtes an sich.