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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
337
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Zeiten stets mächtig bleiben werde; daß aber zur Strafe fürseine unnachsichtige Grausamkeit gegen seinen eigenen Sohnder Himmel beschlossen habe, daß die Tapferkeit seines Ge-schlechts stets fruchtlos sein, und die von ihnen ergriffeneSache nie einen glücklichen Ansgang haben solle.

Sir Alberick unterwarf sich den ihm daselbst anferlegtenBüßungen, und wallfahrtcte dann, wie man glaubt, entwe-der nach Rom oder zu dem heiligen Grabe selbst. Allgemeinwurde er für todt gehalten, und erst >3 Jahre nachher er-schien in der großen Schlacht von Durham, die zwischenDavid Bruce und der Königin Philipp« von England geschla-gen wurde, im Vordcrtreffen der schottischen Armee, ein Rit-ter, der ein Hufeisen auf seinem Helmkamm trug, und sichdurch seine unerschütterliche und verzweifelte Tapferkeit aus-zcichnete; als er endlich überwältigt und erschlagen wurde,entdeckte man erst, daß es der tapfere und unglückliche SirAlberick gewesen war."

Und ist das unglückliche Zeichen," sagte ich, als Herriesseine Erzählung geendigt hatte,auf die ganze Nachkommen-schaft dieses unglücklichen Hanfes übergegangen?"

So hat das Alterthum cs uns überliefert," sagte Herries,und noch glaubt man es. Aber vielleicht ist in diesem Volks-glauben etwas von jener Phantasie, welche selbst erschafft, wassie sehen will. Wie andere Familien ihre Eigenthümlichkeitenhaben, wodurch sie ausgezeichnet sind, so ist sicher die derRedgauntlets bei den meisten Individuen durch eine besondereBildung der Stirne bezeichnet, welche nach dem Glauben vondem Sohne Albericks, ihrem Ahnherrn und Bruder des un-glücklichen Eduards herkommt, der auf eine so klägliche Weiseumkam. Gewiß ist auch, daß ein eigenes Schicksal über demHause Redgauntlet gewaltet zu haben scheint, denn fast inNedgmnitlet. 22