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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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336
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glas ließ das Kind hcrbeibringen, aber selbst die eisenhartenKrieger wurden von Entsetzen ergriffen, als sie bemerkten,daß durch ein gcheimnißvolles Walten der Natur die Ursachedes Todes der Mutter und der Beweis der väterlichen Schulddem Gesichte des schuldlosen Knaben aufgedrückt war, aufdessen Stirne ganz deutlich das kleine Bild eines Hufeisenssich zeigte. Redgauntlet wies selbst darauf hin und sagte miteinem schrecklichen Lächeln zu Douglas: es sollte blutig sein.Gerührt von Mitleiden gegen seinen Waffenbruder und durchdie Gewöhnung an bürgerlichen Krieg gegen alle sanftereGefühle gestählt, schauderte Douglas doch bei diesem Anblickzusammen, und wünschte ein Haus zu verlassen, das zumSchauplatz solchen Greuels bestimmt war. Bei seiner Abreiseermahnte er Alberick Redgauntlet zu der Kapelle Set. Niniansvon Whiteherne, die damals in großem Ansehen stand, zuwallfahrten, und reiste mit einer Eilfertigkeit ab, welche dentrostlosen Zustand eines unglücklichen Freundes, wenn cs mög-lich gewesen wäre, noch verschlimmert hätte. Dieser aberschien keiner Verschlimmerung mehr fähig. Sir Alberick ließden Leichnam seines erschlagenen Sohnes und de» der Mutterneben einander in der alten Kapelle seines Hauses beisetzen,nachdem er vorher beide von einem berühmten Wundarztjener Zeit hatte einbalsamiren lassen, und viele Wochen langsoll er in jeder Nacht einige Stunden in dem Gewölbe zu-gebracht haben, wo sie ruhten.

Endlich unternahm er die vorgeschlagene Pilgerfahrt nachWhiteherne, wo er zum erstenmal seit seinem Unglück beich-tete, und von einem alten Mönche absolvirt wurde, der nach-her im Geruch der Heiligkeit starb. Damals soll Redgaunt-let geweiffagt worden sein, daß wegen seiner unerschütterlichenVaterlandsliebe seine Familie unter allen Wechseln künftiger