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22 (1852) Redgauntlet
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allen bürgerlichen Fehden, welche von den Zeiten DavidBruce's an, bis auf die letzte kühne und unglückliche Unter-nehmung des Chevalier Carl Eduard das Königreich Schott-land getheilt haben, befand sie sich-auf der verlierenden Seite."

Er schloß mit einem tiefen Seufzer, wie einer den derGegenstand in einen Strom peinlicher Gedanken hineinge-zogen hat.

Und stamme ich denn," rief ich ans,von diesem unglück-lichen Geschlechts ab? Gehört auch Ihr dazu? Und wen»dieß so ist, warum muß ich von der Hand eines VerwandtenZwang und harte Behandlung erfahren?"

Fragt jetzt nicht weiter," sagte er,mein Betragen gegenEuch ist nicht Sache meiner Wahl, sondern der Nothwendig-keit. Ihr wurdet dem Schoose Eurer Familie um der SorgeEures gesetzlichen Vormunds durch die Furcht und die Un-wissenheit einer allzuzärtlichen Mutter entrissen, welche nichtim Stande war, die Gesinnungen und Gefühle derer zuschätzen, welche die Ehre und ihre Grundsätze dem Glücke undselbst dem Leben vorzieheni Der junge Falke, blos an diezärtliche Pflege seiner Mutter gewöhnt, muß durch Finsternißund Schlaflosigkeit gezähmt werden, ehe ihn der Falkner sei-nen Zwecken gemäß auffliegen läßt."

Ich erschrak über diese Erklärung, welche mich mit einerlangen Dauer, und einem gefährlichen Ende meiner Gefangen-schaft zu bedrohen schien. Ich hielt es indessen für das beste,einigen Muth zu zeigen, und zu gleicher Zeit einen versöhnen-den Ton anzustimmen.Mr. Herries," sagte ich,lasset unsüber diesen Gegenstand ohne den Ton des Geheimnisses undder Furcht sprechen, worin Ihr ihn zu hüllen geneigt scheint.Ach! Ich bin lange der Pflege jener zärtlichen Mutter be-raubt, worauf Ihr anspielt, lange unter fremder Leitung und