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des liegen, aber er sah auch Baliol, den Usurpator der schot-tischen Krone, noch immer, wie es schien, innerhalb seinesBereichs, und nur durch den niedergestreckten Körper seinesüberwältigten Anhängers von ihm getrennt. Ohne anzuhal-ten, um zu untersuchen, ob der junge Eduard verwundet sei,druckte er seinem Pferde die Sporen ein, um über den Kör-per hinzusehen, was aber unglücklicherweise mißlang. DasPferd machte zwar einen Sprung vorwärts, war aber unfähig,über den Körper des Jünglings wegzusetzen, und traf den-selben mit dem Hinterfuße an der Stirne, als er eben sicherheben wollte. Die Wunde war tödtlich. Es ist unnöthig,hinzuzufügen, daß die Verfolgung unterbrochen wurde, undBaliol entkam.
„So wild Redgauntlet auch geschildert wurde, so über-wältigte ihn doch der Gedanke an das begangene Verbrechen.Als er in sein Schloß zurückkehrte, fand er nur neuen häus-lichen Kummer. Bei der Nachricht des schrecklichen Vorfallswar sein Weib zu früh von den Geburtsschmerzcn ergriffenworden, und die Geburt eines Knaben kostete ihr das Leben.Länger als 24 Stunden saß Redgauntlet bei ihrem Körper,ohne weder seine Züge, noch seine Stellung zu verändern,so weit dicß seine erschreckten Diener bemerken konnten. Ver-gebens sprach ihm der Abt von Dnndrennan Trost ein. Dou-glas, der einen so ausgezeichneten Vaterlandsfrenud in seinemUnglück zu besuchen kam, war glücklicher, seine Aufmerksamkeitzu erregen. Er ließ auf dem Schloßhofe eine englische Schlacht-melodie blasen, da ergriff Redgauntlet mit einmal seine Waf-fen, und schien die Besinnung wieder zu erhalten, die er imUebermaaß seines Elends verloren hatte.
„Was er auch innerlich fühlen mochte, von dem Augenblickan war keine äußere Bewegung mehr zu erkennen. Don-