Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
332
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Ihr klagt. Einmal hinweggezogen, wird er nur Schuld undKummer enthüllen, Schuld, gefolgt von sonderbarer Strafe,und Kummer, den die Vorsehung den Nachkommen der Trau-renden zum Erbtheil gegeben hat."

Er schwieg einen Augenblick, und begann dann seine Er-zählung mit einer Miene, welche den tiefsten Antheil an denBegebenheiten ausdrückte, so entfernt diese auch waren. DerTon seiner reichen und mächtigen Stimme unterstützte durchseine Biegsamkeit die Wirkungen seiner Erzählung, welche ichmöglichst mit seinen eigenen Worten niederzuschreiben ver-suchen will.

Nicht erst in den letzten Jahren lernten unsere englischenNachbarn, daß Theilung und bürgerliche Kriege ihnen beider Unterjochung ihrer unabhängigen Nachbarn den bestenBeistand leisten. Ihr erinnert Euch wohl an den Zustandvon Knechtschaft, worin Schottland durch die unglücklichenKriege zwischen den heimischen Parteien der Bruce und Ba-liol versetzt wurde; auch in Schottland, nachdem es durch dastapfere Benehmen des unsterblichen Bruce vom fremden Jocheerlöst war, alle Früchte seiner Triumphe von Bannockbnrndurch die schrecklichen Niederlagen von Dupplin und Halidvnverlor; Eduard Baliol, der Günstling und Vasall seinesNamens-Bruders in England, schien für eine kurze Zeit imsichern und unbestrittenen Besitze des Throns, den kurz vor-her der größte Feldherr und der weiseste Fürst Europa'S ein-genommen hatte. Das Andenken an Bruce war ak>er nichtmit ihm gestorben. Es gab noch Viele, die seine kriegerischenArbeiten getheilt hatten, und sich der erfolgreichen Anstren-gungen erinnerten, wodurch er, unter nicht weniger ungünsti-gen Verhältnissen, als die seines Sohnes, die Befreiung Schott-lands in's Werk gerichtet hatte.