Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
282
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Sagt mir die Ursache meines Unglücks, oder verhelft mir viel-mehr zu meiner Freiheit und ich will Euch reichlich belohnen-"

»Ja, ja," erwiederte mein Wärter, »aber wozu sollte manEuch die Freiheit geben, da Ihr sie nicht wie ein Gentlemanzu gebrauchen wißt, sondern Euere Zeit mit Quäkern undGeigern und solchem Lumpengesindel zubringt? Wäre ichEuer hm, hm, hm-"

Hier hielt Christa! plötzlich inne, wie es schien, weil ihmeine Nachricht entschlüpfen wollte. Ich bat ihn nochmals, sichfreundschaftlich gegen mich zu betragen, und versprach ihmdas ganze Kapital, das ich bei mir batte, das gar nicht un-bedeutend war, wenn er mir zu meiner Flucht behülflich seinwolle.

Er horchte, als wäre ihm der Vorschlag nicht unangenehm,und antwortete mit milderer Stimme als zuvor.Aber manfängt die alten Vögel nicht mit Spreu, mein Herr. Wo habtIhr denn die Goldfüchse, mit denen Ihr so um Euch werft?"

Ich will Euch das Geld gleich geben, und zwar in Bank-noten," sagte ich; aber indem ich mit meiner Hand in derBrusttasche wühlte, so fand ich, daß mein Taschenbuch wegwar. Ich hätte geglaubt, daß blos die Steifheit meiner Händemich verhinderte, es zu finden, wenn Christa! Nixon, dessenZüge Spuren der Rohheit tragen, welche Freude an mensch-lichem Elend findet, sein schallendes Hohngelächter länger hätteunterdrücken können.

O ho! mein junger Herr," sagte er;wir haben Sorgegetragen, Euch die Mittel zu nehmen, arme Leute bestechen zukönnen. Was, Freund, wir haben eine Seele so gut wieandere Leute, und sie zum Treubruch verleiten zu wollen, isteine Todsünde. Was mich betrifft, junger Herr, wenn Ihrauch die Maricn-Kirche mit Gold anfüllen könntet, Christal