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meine Feder, während ich deinen Namen niederschrcibe; ichwill mich in dem Gedanken glücklich träumen, daß du meinBefreier aus meiner jetzigen unglücklichen und beunruhigendenLage sein wirst, wie du bei früheren, glücklicheren Gelegen-heiten mein Führer und mein Rathgeber warst; so will ichden Trübsinn verscheuchen, der mich sonst zu Boden drückt.Da ich, weiß der Himmel, Zeit genug zum Schreiben habe,so will ich es versuchen, meine Gedanken freimüthig und ohneRückhalt, wie vor Zeiten, auszusprechen, wenn schon wahr-scheinlich die frühere, muntere und glückliche Fröhlichkeit sienicht mehr würzt.
Sollte dieses Papier andere Hände als die deinigen er-reichen, so werde ich auch dann noch den Ausdruck meinerGefühle nicht bereuen. Denn wenn ich auch gestehe, daßJugend und Uuerfahrenhcit ihren Theil beigetragcn haben,mich in das thörichte Unternehmen zu ziehen, so fürchte ichdoch nicht, daß meine Erzählung mich selbst beschämen wird.Ja ich hoffe sogar, daß die einfache Offenheit, mit welcher ichjeden besonders unglücklichen Gegenstand erzählen werde, selbsteinen Fremden zu meinen Gunsten stimmen wird; und daßunter der Menge der anscheinend unbedeutenden Umstände,welche ich der Länge nach erzählen will, sich doch ein Schlüsselfinden wird, der mir die Thvre meines Gefängnisses offnenkann.
Noch ein anderer Fall ist der wahrscheinlichste — dasTagebuch nämlich, das ich jetzt schreibe, mag vielleicht nieweder die Hand des thenren Freundes, für den es bestimmtist, noch die eines gleichgültigen Fremden erreichen, sondernes wird die Beute der Menschen werden, die mich jetzt ge-fangen halten. Mag es sein — sie werden wenig darausersehen, was sie nicht schon wissen: daß sich als Mann, als