243
messen bestraft wäre. Ueberdieß wurde er dadurch Zeit ge-winnen, mit dem Sheriff der Grafschaft — ja vielleicht sogarmit dem königlichen General-Anwalt, zu sprechen, um die Sacheregelmäßig zu betreiben.
Zum Theil gelang der Plan, wie wir gesehen haben, undward nur zuletzt durch seinen, wie er selbst beschämt gestand,höchst ungeschäftsmäßigcn Mißgriff völlig verdorben, daß erden Brief des Provost in der Eile und in der Angst desMorgens unter andere Papiere mischte, die zu Peter PeeblesProzeß gehörten, und ihn, ohne das Versehen zu bemerken,seinem Sohne überreichte. Er pflegte bis an seinen Todes-tag noch zu versichern, daß er nie die Unvorsichtigkeit begangenhätte, ein Papier aus den Händen zu geben, ohne die Ueber-schrift zu lesen, außer bei dieser unglücklichen Gelegenheit,wo er, mehr als sonst, Ursache hatte, seine Nachlässigkeit zubereuen.
Von diesen Betrachtungen beunruhigt, empfand der alteMann zum ersten Mal in seinem Leben, vor Scham und Ver-wirrung eine gewisse Abneigung, seinen Sohn zu sprechen;um also die Zusammenkunft, die ihn peinlich drückte, etwaszu verzögern, ging er znm Sheriff, fand aber, daß er ingroßer Elle nach Dumfries abgereist war, um in Person diegerichtliche Aufnahme, welche sein Stellvertreter an Ort undStelle gemacht hatte, zu untersuchen. Der Schreiber desSheriff konnte wenig über den Aufstand sagen, er hatte nurgehört, daß er ernsthaft gewesen und daß viel Schaden anEigenthnm und körperliche Gewaltthätigkeiten an Personenausgeübt worden seien; aber so viel er wisse, wäre von keinemMorde die Rede.
Mr. Fairford wanderte also mit seiner Neuigkeit nach Haus,und als er den James Wilkinson frug, wo sein Sohn sei,
16 *