Rechtsstreit wohl verzeihlich sei, erklärte sich aber im Augen-blick bereit dazu, die Correspoudenz zu untersuchen und zubeweisen, daß sie der Form und dem Inhalte nach, völlig mitden Ansichten von der Sache übereinstimmte, welche er ihrenHerrlichkeiten vorgelegt habe. Er bat seinen Vater, der hin-ter ihm saß, ihm von Zeit z» Zeit die Briefe in der Reihen-folge einzuhändigen, in der er sie vorlesen und erklären wollte.
Wahrscheinlich war es die Absicht des alten AdvokatenTough, die Wirkung der Rede des jungen Juristen mit einemhinterlistigen Anschläge zu schwächen, indem er ihn verleitenwollte, einem wohldnrchdachten, klaren und vollständigen Vor-trag einen eiligen Anhang ans dem Stegreif beizufügen.War das wirklich seine Absicht, so schien er sich sehr zu täu-schen, denn Alan war darauf eben so gut, wie ans die ande-ren Gegenstände des Prozesses vorbereitet und begann seineBertheidigungsrede von Neuem mit so viel Lebhaftigkeit, mitso viel Geist, daß er dadurch seinen früheren Behauptungennoch größeres Gewicht gab; so daß der alte Gentleman eswahrscheinlich bereut haben würde, ihm abermals einen An-laß zur Rede gegeben zu haben, als sein Vater, welcher ihmdie Briefe einhändigte, dem jungen Bertheidiger ein Schrei-ben in die Hand gab, das einen sonderbaren Eindruck ansden Advokaten zu machen schien.
Er sah auf den ersten Blick, daß der Brief sich in keinerHinsicht auf Peter Peebles Prozeß bezog, aber der erste Blickzeigte ihm auch, daß er ihn selbst in diesem Augenblick undin Gegenwart der Richter lesen müsse; bei Beendigung des-selben schien er ganz außer Fassung zu kommen. Plötzlichstockte er in seiner Rede — starrte auf das Papier mit Blicken,in denen sich Erstaunen und Entsetzen spiegelte — stieß einGeschrei aus, warf den Brief, den er in Händen hielt, zur