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Augen seines Vaters die höchste Auszeichnung war — denRang und den Ruhm eines praktische» Juristen.
Jeder Stand hat seine eigenen Begriffe von Ehre; sohatte auch der alte Fairford die Ansichten des seinigen so sehreingesogcn, daß er durchaus nichts Anderes in Werth hielt,als das Ziel, welches der Ehrgeiz seines eigenen Berufs ihmdarbot. Er hätte geschaudert, wenn sich Alan den Ruhm desHelden, er hätte vor Zorn gelacht, wenn er sich den eben sounfruchtbaren Lorbeerkranz des Dichters errungen hätte; nurauf der Bahn der Jurisprudenz wollte er ihn hoch steigensehen, und die Wahrscheinlichkeit seines glücklichen oder un-glückliche» Erfolgs waren die Gedanken seines Vaters beiTag, und Nachts sein Traum.
Alan Fairfords Anlagen und Talente mußte» die Hoff-nungen seines Vaters noch bedeutend erhöhen. Er besaßSchnelligkeit der Fassungskraft, verbunden mit der Gewohn-heit eines anhaltenden, unermüdete» Stndinms, die durch diestrenge Zucht im Hanse feines Vaters noch erhöht ward, derer sich im Allgemeinen mit dem besten Willen unterwarf; erfühlte keinen Wunsch häufigere und größere Freiheiten zugenießen, als solche, die mit seines Vaters ängstlicher Strengewohl bestehen konnten. Wenn er aber ja hin und wiedereinmal an jugendlichen Ausgelassenheiten Theil nahm, so warsein Vater so nachsichtig, den ganzen Tadel auf seinen lebens-lustigere» Freund, Darsie Latimer, zu schieben.
Dieser Jüngling ward, wie der Leser schon weiß, alsHausgenosse in der Familie des alten Fairford zu einer Zeitaufgenommen, wo die schwächlichen Gesundheitsumstände, diedas Leben seiner Gattin verkürzt hatten, auch bei dem Sohnehervorzutreten schienen, und wo der Vater natürlicher Weisesehr geneigt war, den geringsten Wünschen seines Sohnes