Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
221
Einzelbild herunterladen
 

die so reinlich geputzt waren, als hätten Warren selbst sie ge-schwärzt, mit silbernen Schuhschnallen und einem Stock mit^ goldenem Knopfe. Ein Blumenstrauß im Sommer, ein Zweigvon Immergrün im Winter vollendete seine wohlbekannteKleidung und Gestalt. Seine Manieren stimmten mit seinerKleidung überein: streng höflich und nicht wenig umständlich.Er war Kirchenältester und folglich bis auf's Blutvergießeneifrig für König Georg und seine Regierung, was er auchgezeigt hatte, da er zu ihrer Vertheidigung die Waffen ergrif-fen hatte. Aber da er unter den Familien beider politischenParteien Clienten und Geschäftsverbindungen hatte, so warer sehr sorgsam, alle Convenienz-Ausdrücke zu gebrauchen,welche die Höflichkeit seiner Zeit zum Sprachgebrauch zwischenbeiden Parteien erfunden hatte. So sprach er wohl zuwei-len vom Chevalier, nie aber vom Prinzen, womit erseine eigenen Grundsätze aufgeopfert, auch nicht vom Prä-tendenten, womit er die der Andern beleidigt hätte. Wie-derum bezeichnete er die Rebellion mit der Geschichteim Jahre 1745 , und sprach er von einer Person, welche da-rin verwickelt war, so war sie zu einer gewi sscn Periodeim Feld. So war Mr. Fairford im Allgemeinen ein Mann,der von beiden Seiten wohlgelitten und geachtet war, so wiees auch seinen Freunden vielleicht keinen Kummer verursachthaben würde, wenn er öfter Gastmähler gegeben hätte, dasein Keller eine Auswahl alter Weine enthielt, mit denen er,jedoch nur bei seltenen Gelegenheiten, nicht geizte.

Das einzige Vergnügen, das der gutmüthigc, altmodischeMann außer dem, welches ihm die pünktliche Besorgung sei-ner täglichen Beschäftigung gewährte, genoß, war die Hoff-nung, daß sein Alan, die einzige Frucht einer Ehe, welche derTod früh wieder auflöste, das erreichen möchte, was in den