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22 (1852) Redgauntlet
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zuvorzukommen. Daß der junge Engländer im Stande war,ein bedeutendes Kostgeld zu zahlen, war dem alten Fairfordnicht sehr wichtig; wohl aber das, daß seine Gegenwart seinenSohn fröhlich und glücklich zu machen schien. Er mußte ein-gestehen,daß Da» sie ein zwar ausgelassener, aber doch einschöner Bursche sei," und es würde ihm schwer gefallen sein,sich von ihm, und also auch von der Furcht vor den Folgenseiner Flatterbaftigkeit, zu trennen, hätte ihm nicht die frei-willige Ausflucht des Jünglings, welche zu dem vorhergehen-den Briefwechsel Anlaß gab, eine gute Gelegenheit dazudargeboten, über die sich Mr. Fairford im Geheim recht herz-lich freute, weil auf diese Weise Alan wenigstens so langevon seinem muntern Gefährten getrennt ward, bis er diePflichten seines trockenen, arbeitsamen Berufs übernommenund slch daran gewöhnt hätte.

Aber durch Darsic's Abwesenheit ward der Zweck nochlange nicht erreicht, den der alte Herr Fairford erwartete undwünschte. Die jungen Leute waren durch die innigsten Bandeneiner vertranten Freundschaft vereinigt, die um so fester wa-ren, da Keiner von beiden einen Dritten im Bunde anfzuneh-mcn wünschte. Alan Fairford liebte aus einem natürlichenHange die großen Gesellschaften nicht, Darsie Latimer aberaus einem peinlichen Gefühl seiner unbekannten Herkunft, dasum so viel drückender in einem Lande war, wo Vornehmeund Geringe gedorne Genealogen sind. Die jungen Männerwaren sich daher Alles in Allem, und es ist also nicht zuverwundern, daß nicht allein ihre Trennung schmerzlich war,sondern, daß auch ihre Wirkungen, verbunden mit der Angst,welche der Inhalt der Briefe seines Freundes hcrvorbrachte,auf Alan Fairford gerade den Eindruck vergrößerte, demMr. Saunders znvorkommcn wollte. Der junge Mann ging

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