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22 (1852) Redgauntlet
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und wir stellten uns in die Reihe, wo ich, wenn auch meineTritte und Bewegungen nicht so ganz genau waren wie zu-vor, doch den Erwartungen meiner Tänzerin völlig entsprach,welche es fast beschwor,daß ich unübertrefflich wäre."Sie, ihrer Seits, strengte sich entsetzlich an, hüpfte wie einGeislei», schnappte mit ihren Fingern wie mit Castagncttcn,jauchzte wie eine Bachantin und hopste wie ein Federball,bis daß die Farbe ihrer Strumpfbänder selbst kein großesGehcimniß mehr war. Ich glaube, sie verbarg sie um soviel weniger, da sie von himmelblauer Seide und mit Fran-sen besetzt waren.

Es gab wohl schon Zeiten, wo mir das einen Hauptspaßgemacht haben würde, oder besser gesagt, in vier Jahren wardie vergangene Nacht die einzige Zeit, wo cs diese Wirkungnicht auf mich hervorbrachte; denn ich kann dir noch jetztnicht beschreiben, wie groß meine Sehnsucht war, mich vonFrau Martin loszumachcn. Fast hätte ich gewünscht, sie möchtesich einen ihrer, mit schönen Zwickeln gezierten Knöchel ver-sprengen; denn als ich bei den übertriebenen Bockssprüngenmeiner Tänzerin die schöne Unbekannte den Saal verlassensah, indem sie mir, wie es schien einen ausdrucksvollen Blickzuwarf, stieg mein Widerwille gegen den Tanz so sehr, daßich nicht übel Willens war, selbst ein Vertreten oder Verren-kten des Fußes vorzuschühen, um die Darstellung zu entschul-digen. Aber ich war schon von einer Anzahl alter Weiberumgeben, die mir aussahen, als wüßte eine Jede von ihnenirgend ein Universal-Mittel für einen solchen Zufall, und damir Gil Blas mit seiner angeblichen Krankheit in der Räuber-höhle cinfiel, so hielt ich es für rathsamer, mit Frau Martinschön zu thun und fort zu tanzen, bis sie es für gut findenwürde, mich zu entlassen. Da es also einmal geschehen mußte,