Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
197
Einzelbild herunterladen
 

197

so beschloß ich, es kraftiglich auszuführen; ich sprang undhüpfte also so hoch und wagerecht in die Höhe wie FrauMartin selbst, und erwarb mir dadurch donnernden Beifall,weil das gemeine Volk kräftige Bewegungen und Gewandt-heit stets der Anmutb vorzuziehen pflegt. Endlich ward csselbst der Frau Martin unmöglich, weiter zu tanzen; ich freutemich, daß ich nun entlassen wäre, benutzte das Tänzerprivilc-gium und führte sie auf ihren Platz zurück.

Potz tausend, meine Herren," rief Frau Martin aus,ich kann kaum mehr schnaufen! Wahrhaftig, junger Mann,ich glaube, Ihr habt mich zu todt tanzen wollen." Ich konntedas zugefügte Nebel nur mit einigen Erfrischungen wiedergut machen, die ich herbeiholte und die sie willig genoß.

Ich war recht glücklich mit meinen Tänzerinnen," sagteich,erst die schöne, junge Lady, dann Euch, Frau Martin."

Geht mir weg mit Euren Schmeicheleien," sagte FrauMartin.Geht nur geht; flüstert mir keine solche Schmeiche-leien in's Ohr; mich und Miß Mas zusgmmenzustellen! Nein,nein, Bürschchen das ist nichts, sie mag wohl vier bis fünfJahre oder so etwas jünger sein als ich, und dann das ade-lige, feine Benehmen."

Ist sie die Tochter des Lairds?" fragte ich in einem sosorglosen Ton als möglich.

Seine Tochter, Freund? Nein, bloß seine Nichte alsodoch noch verwandt mit ihm."

Ja freilich," crwiederte ich,doch glaubte ich, sie führeseinen Namen?"

Sie führt ihren eigenen Namen und der heißt Mas."

Hat sie keinen andern Namen?" frug ich.

Wozu braucht sie einen andern, bis sie einmal einenMann hat?" antwortete meine Thetis, vielleicht (um mich