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Einhorn. Ich hätte doch bedenken sollen, daß unter der Auf-sicht zweier so wachsamer Beobachter unsere Unterredung we-der ruhig, »och ungestört sein konnte; daß aber das Geränsch,die Bewegungen und Verwirrungen eines ländlichen Tanzes,wo die ungeübteren Theilnehmer jeden Augenblick Störungenverursachen und die andern Paare nöthigen, eine Zeit langstille zu stehen, daß endlich die regelmäßigen Ruhcpunkte desTanzes selbst die beste Gelegenheit darbotcn sich unbemerktund zur rechten Zeit einige Worte zuzuflüstern.
Kaum hatten wir die Reihe hinab getanzt, als sich schoneine solche Veranlassung ereignete; mit der größten Lieblich-keit und Bescheidenheit redete mich meine Tänzerin an: „Esdürste freilich nicht eben sehr passend sein, unaufgefordert eineBekanntschaft einzugcstehen; irre ich aber nicht, so rede ich mitHerrn Darfle Latimer."
„Darsie Latimer ist der Name des Mannes, der jetzt dieEhre und das Glück genießt." —
Ich würde auf dem verkehrten Complimenten-Weg fortga-loppirt haben, wenn sie mir nicht in die Rede gefallen wäre:„Wie kommt es denn," sagte sie, „daß ich Herrn Latimerhier treffe, verkleidet und in einem angenommenen Berufe,der eines Mannes von Erziehung so sehr unwürdig ist? —Um Verzeihung, ich möchte Sie nicht beleidigen, aber da Siesich bis zum Gefährten eines solchen Menschen herabwürdi-gen -"
Sie sah meinen Freund Willst an und schwieg. Ich fühltemich im innersten Herzen beschämt und so beeilte ich mich ihrzu sagen, es wäre eine thörichte Laune, welche der Mangelan Beschäftigung mir eingcflößt hätte und über die ich keineReue fühlen könnte, da sie mir das Vergnügen verschafft hätte,dessen ich mich jetzt erfreute.