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22 (1852) Redgauntlet
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konnte. Unterdessen steht auf einmal ein Reiter ihm zurSeite und spricht:Da habt Ihr ein hitziges Pferd, Freund;wollt Ihr cs verkaufen?" Er spricht's und berührt mitder Gerte den Hals des Pferdes, und stehe, da geht es wie-der seinen alten, schläfrigen Schritt.Aber cs scheint ja, alsverrauche das Feuer bald," fuhr der Fremde fort,so gehtcs auch mit dem Muthe gar vieler Menschen, die da glauben,sie könnten große Dinge verrichten, bis es dazu kömmt."

Mein Großvater hörte kaum darauf, spornte sein Pferdund rief:Guten Abend, Freund!" Der Fremde aber schiennoch nicht abbrcchen zu wollen; denn Steenie mochte reitenwie er wollte, der Fremde hielt immer gleichen Schritt.Endlich ward mein Großvater, Steenie Stcenson, halb ärger-lich, und (um die Wahrheit zu sagen) auch halb und halbfurchtsam.

Was wollt Ihr von mir, Freund?" sagte er,seid Ihrein Räuber, ich habe kein Geld; seid Ihr ein ehrlicher Mann,dem cs an Gesellschaft fehlt, ich bin weder znm Scherz nochzum Sprechen gelaunt; habt Ihr den Weg verfehlt, ich kenneihn selbst kaum."

Erzählt mir doch die Ursache Eures Kummers," sagte derFremde,zwar genieße ich nicht den bestcy Ruf in der Welt,aber ich bin einzig in meiner Art, wenn es gilt, meinenFreunden bcizustehen"

Mein Großvater erzählte ihm also die ganze Geschichtevom Anfang bis zum Ende, jedoch mehr, um sein Herz zuerleichtern, als daß er gehofft hätte, er würde ihm helfenkönnen.

Es ist freilich ein schwieriger Fall," sagte der Fremde,doch glaube ich, Euch helfen zu können."