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gibt es aber Fälle, wo das Stillschweigen andere Dinge alseine Einwilligung bedeutet. Schämtest du dich, oder warst duerschreckt, Darsie, daß du es nicht wagtest, das Lob der schö-nen Krscius-Sprecherin zu verkünden? — So wahr ich lebe,du crröthest! Ach, kenne ich dich denn nicht für einen einge-fleischten Kavalier aller Damen? Genoß ich nicht schon deinZutrauen? Ein zierlicher Ellenbogen, den du sahst, wenn selbstdie ganze übrige Gestalt in einen Mantel gehüllt war, oderein wohlgeformtcr Knöchel, den du zufällig erblicktest, wenndie Inhaberin nach OKI ^üsemlil)' Olooe ging, konnten dirans acht Tage den Kopf verdrehen. Scho» war, wenn ichmich recht erinnere, einst dein Herz von einem Blicke einesunvergleichlichen, einzigen Auges gefangen, und als die Schöneden Schleier zurückschlng, siehe — da war es wirklich einzigim buchstäblichen Sinne des Worts. Warst du nicht zu eineranderen Zeit in eine Stimme verliebt — in eine bloße Stimme,welche sich in der alten, grauen Brüderskirche in die Psalmengemischt hatte — bis daß du entdecktest, daß die Besitzerindes süße» Organs Kms vollv Kue Irrarst war, die vorn undhinten einen Buckel hatte.
Wenn ich diese Facta wohl erwäge, und dagegen dein fei-nes Schweigen über deine Nereide vergleiche, so muß ich dichbitten, in deinem nächsten Schreiben ausführlicher darüber zusein, wenn ich nicht den Schluß ziehen soll, daß du mehrdavon denkst als du zu sagen für gut findest.
Du wirst keine große Neuigkeiten von hier erwarten, dadu die Einförmigkeit meines Lebens kennst und wohl weißt,daß cs gegenwärtig nur einem ununterbrochenen Studium ge-widmet ist. Du hast es mir ja tausendmal gesagt, ich würdemeinen Weg nur durch Nachgrübeln machen, also — nachge-grübelt muß werden!