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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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sic das Ende des Zimmers erreicht hatte, so schien es mirklar, daß der Gehende keine häusliche Beschäftigung verrich-tete, sondern lediglich und allein zu seinem Vergnügen aufund ab spatzierte. Eine närrische Unterhaltung ist das, dachteich, für Jemanden, der wenigstens einen Theil des verflossenenTages in heftiger Lcibcsbewegung zugebracht hat, und derdavon redet, den nächsten Morgen beim Anbruch der Däm-merung aufzustehen.

Unterdessen begann der Sturm, der schon den ganzen Abenddumpf brauste, mit entsetzlicher Wuth loszubrechen; ein Ge-töse, ähnlich dem in der Ferne rollenden Donner (wahrschein-lich das Brausen der Wellen, die sich am Ufer brachen) ver-mischt mit dem Rauschen des nahen Stromes, dem Aechzen,Knarren und Krachen der Bäume der Schlucht, in derenNeste der Wirbelwind sauste. Im Hause selbst klappertendie Fenster, die Thüren fielen zu, ja selbst die Mauern, ob-gleich für ein solches Gebäude fest genug, schienen vom Sturmzu zittern.

Immer aber noch hörte ich in dem Zimmer über mir dieschweren Schritte; trotz dem Toben und Wüthen der Elemente,gleichförmig auf und nieder gehen. Mehrmals glaubte ichselbst einen Seufzer zu vernehmen, doch gestehe ich offen, daßin einer so unheimlichen Lage meine Phantasie mich irre ge-führt haben kann.

Oft kam ich in Versuchung, laut zu rufen, um zu fragen,ob der Sturm um uns das Gebäude nicht gefährde; aberwenn ich dann an den finsteren, ungeselligen Herrn des Hau-ses dachte, der menschliche Gesellschaft fliehend, selbst im Kampfder Elemente in ungestörter Ruhe blieb, so kam es mir vor,daß wenn ich jetzt mit ihm spräche, ich den Geist des Stur-mes selbst bannte, da es mir schien, kein anderes Wesen