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22 (1852) Redgauntlet
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mit Tagesanbruch fortzureiten, und daß er mich zu derselbenZeit abholen würde, um mir den Weg zu zeigen, den ich ein-schlagen müßte, um nach Shcpherd's Busch zurückzukommen.

Somit ließ er mir keine Gelegenheit zu ferneren Erläute-rungen, oder zu den gewöhnlichen Höflichkeitsbezcugungcn;denn da er weder nach meinem Namen frug, noch den ge-ringsten Antheil an meinen Stand verrieth, so durfte auchich cs nicht wagen, ihn mit solchen Fragen zu belästigen.

Er ergriff die Lampe und führte mich durch die Seiten-thür in ei» sehr enges Zimmer, wo in der Eile ein Bett fürmich aufgefchlagen worden war, und indem er die Lampehinstellte, wies er mich an, meine nassen Kleider vor dieThüre zu hängen, damit sie während der Nacht am Feuertrocknen konnten. Dann verließ er mich, indem er etwasvor sich hinbrummte, das wahrscheinlich so viel als: «guteNacht" heißen sollte.

Ich gehorchte seiner Anweisung, meine Kleider betreffend,um so viel mehr, da trotz der geistigen Getränke, welche ichzu mir genommen hatte, meine Zähne schnatterten und ichdurch ängstliche Gefühle Winke erhielt, daß ein in der Stadterzogener Jüngling wie ich, nicht ungestraft plötzlich dieMühseligkeiten ländlicher Unterhaltungen thcilen könnte. Abermein Bett, wenn schon grob und hart, war doch trocken undreinlich, und bald dachte ich so wenig an Hitze und Frost,daß ich mit Aufmerksamkeit auf einen schweren Tritt horchte,der meinem Wirthe anzugehören schien, welcher in dem Zim-mer über mir auf und ab ging. Sobald ich meine Lampeausgelöscht hatte, schimmerte Licht durch die rohen Balken,und da das Geräusch des langsamen, feierlichen und regel-mäßigen Schrittes nicht aufhörte, und ich wohl unterscheidenkonnte, daß die Person sich immer wieder umwandte, sobald