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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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schädel härter, und meine Fäuste sanfter wurden, wenn duauch mit der Zeit nicht ein gewissermaßen gefährliches Feuergezeigt hattest, welches ich, wenn auch nicht fürchten, dochachten mußte.

Da ich doch einmal davon spreche, so ist cs wohl nichtungelegen, dich zu ermahnen, diese deine übermüthige Kühn-heit ein wenig zu mäßigen. Ich fürchte sehr, daß sie dich,wie ein hitziges Pferd seinen Reiter, in irgend eine gefähr-liche Lage bringe, ans welcher cs dir schwer werden wird,dich heranszureißen, besonders wenn der kühne Geist, welcherdich hineinbrachte, in dem gefährlichen Momente verschwände-Bedenke, Darfle, daß du von Natur nicht muthig bist, dugestandest mir im Gegentbeil schon ein, daß so ruhig ich bin,der Vortheil in diesem wichtigen Punkte ans meiner Seitesei. Ich glaube, mein Muth besteht in meiner Nervenstärkeund in meiner natürlichen Gleichgültigkeit gegen Gefahr;welche, wenn sie mich auch nie zu Abenteuern treibt, michdoch, wenn die Gefahr wirklich heranbricht, im vollen Ge-brauch meiner.Seelenkräfte läßt, so daß ich meiner völligmächtig bin. Der deinige scheint aber mehr ein geistigerMuth zu sein, oder Geistesgröße, oder Streben nach demAußerordentlichen; sie treiben dich mächtig zum Ehrgeiz an,machen dich taub gegen Warnung vor Gefahr, bis sie plötzlichauf dich losstürmen wird. Sei es nun, daß ich von derAengstlichkeit meines Vaters angesteckt bin, oder daß eigeneGründe mich bewegen, ich gestehe ein, daß ich oft fürchte,dieses wilde Jagen nach romantischen Verhältnissen und Aben-teuern könnte dich in's Unglück stürzen; und was würdedann aus Alan Fairford werden? Dann mögen sie zumGeneral-Advvcaten oder zum General-Procurator nehmen,wen sie wollen, ich werde dann den Muth nicht haben, dar-