nach zu strebe». Aste meine Anstrengungen gehen daraufhin, mich einst in deinen Angen zu rechtfertigen, und gewißwurde ich mich nicht einen Pfennig mehr um das gestickte,seidene Oberkleid, als um die Schürze eines alten Weibeskümmern, hätte ich nicht die Hoffnung, daß du einst vor denSchranken stehen wirst, um mich zu bewundern, vielleicht garum mich zu beneiden.
Damit dieses einst sein könne, so bitte ich dich — sei vor-sichtig- Halte nicht jedes schlappschuhige Mädchen, mit blauenAugen und schönen Haaren, welches in einem zerrissenenPlaid, mit einer Weidengerte bewaffnet, die Kühe auf dieWeide treibt, halte sie doch, ich bitte dich, nicht für eineDulcinea. Glaube nicht einen galanten Vallentin in jedemenglischen Reiter, oder einen Orson in jedem hochländischenVichtreiber zu sehen. Betrachte die Gegenstände so, wie siesind, und nicht wie deine fruchtbare Phantasie sie ausschmückt.Habe ich dich doch einmal eine alte Sandgrube so lange be-trachten sehen, bis du Vorgebirge, Bayen, Mündungen, Felsenund Abgründe, kurz die ganze bewunderungswürdige Land-schaft der Insel Ferro darin entdecktest, wo profane Augeneine gewöhnliche Pferdeschwemme sahen. Fand ich dich nichteinst, als du eine Eidechse mit eben so großer Achtung an-stanntest, wie Jemand, der ein Krokodil erblickt? Das warenfreilich völlig unschuldige Jmaginations-Uebungen, denn dukonntest in der Pfütze eben so wenig ertrinken, als der lili-putische Aligator dich auffresse» konnte. Ein Anderes aber,Darsse, ist cs in der menschlichen Gesellschaft, wo du denCharakter derer, mit welchen du umgehst, weder verkennen,noch deiner Einbildungskraft erlauben darfst, ihre guten oderbösen Eigenschaften zu übertreiben, wenn du dich nicht lächer-lich machen, und dich nicht in ernste und gefährliche Händel