Druckschrift 
23 (1852) St. Ronans-Brunnen
Entstehung
Seite
222
Einzelbild herunterladen
 

äum Srofc fchiegt, er fagt mir, jefct glaube er bei jebem©(buffe fcbon ben ©trief um ben Warfen ju fühlen.“

,,©o ift eö alfo nicbt in Sagbangelegenbeiten, baff ©iemeinen Sfath toünfcben ?“ fragte Sinbloofe, ber, jtoar felbffff® oft Slbtoeitbungen oon ber Sache criaubenb, niemals gerneinem fflnbern eine gleiibe greiheit einräumte.

„fftetn, barüber freilitb nicht, 3J?r. SSinbloofe; aber oonbem unglücfiitben jungen ffJfenfchen felbff muff ich eben au3bnen fprcehen. — ©ie muffen toiffen, ich habe eine qanj be=fonbere fffeigung ju biefem Surfchen, bem granciö Sprrel —eine ffleigung, bie micb oft felbff in ©rffaunen fefft, 3Kr.Stnbloofe, bocff iff fie tugenbbafter Hirt unb feine ©ünbeliegt barin.“

„Sfeine, gar feine ©ünbe, flffiffreff ©obö!“ ertoieberte berSfecbtögelehrte, im ©ttden baO ©einige babei ungefähr alfobenfenb: „2lba, ber fflebel erhellt ffch- — Ser iunge ffBilb»bieb hat bie ©pur toicoer gefunben, ich febe fihon — 2lba,ein §>eirathöfontraft, ohne Streifet — aber ich muff ihr fWutffmachen !“ — unb laut fuhr er fort: „Sie ffnb eine flugegrau, ffftiffreg ©obö, unb fönnen ohne Streifet ben ffßeebfelunb bie rounberlichen gügungen menfchlieffer Stngelegenheitentoohl beurtheilen.“

„Slber nie fann ich bennoch richtig beurtheilen, traö bemarmen jungen fKenfchen burch bie Sobheit fchlechter Seutetriberfaffren fein fann. @r lebte, toie ich Shnen erzählte,roobl »ierjehn Sage fo ruhig in ber Seufelbfatle, toie einSämmcffen in bet floppet — nie betrat ein befcheibnerer, an=ffänbtgerer 3üngling mein £>aub — aff unb tranf orbentlicbäum SJoriheil beo ftaufeö, hofft nie mehr alö ihm für jtorperunb ©eele juträglicb war — unb jeben ©amffag fflbenb, fo