Druckschrift 
23 (1852) St. Ronans-Brunnen
Entstehung
Seite
144
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„3a, begraben! — baS ifi baS SEBort!“ erwieberte fie.„3ertreten unb begraben, als fie am (tolbefien erblühten. 3ebbenfe oft baran, Sprrel; ja es gibt Seiten, roo, ®ott fleh’mit bei! ich wenig SlnbereS benfen fann. — ©eben ©ie michan — ©ie erinnern (leb, was ich war — feben ©ie, wasOrant unb ©infamfeit aus mir gemacht haben.“

©ie warf ben ©chteier jurücf, ber, bis jefst oon ihremSteithut nieberwallenb, ihr Oeftcht »erhiitlt hatte, es warenbiefetben 3üge, bic er einft in ber gangen gülle jugenblichblühenber ©cfjönbeit gefannt hotte; aber wenn auch bie rei«genbe gorrn fich noch geigte, auf immer war bie SBlütfje ent«ftohn! — SBeber bie Bewegung beS Seitens, noch bie tiefe©rfeftütterung biefer unerwarteten 3ufammenfunft, bie ©ramunb S3erwirrung in ihr erweefte, hatten in ber armen ©laraSBangen auch nur ben »orüberfltebenben Slnbauch ber garbehcroorgerufen. Sine STOarmorwetfe machte fie ber fchönfienSitbfäule gleich.

„3ft es möglich ?“ rief £brrel. ,,©o »errnag ber Summergu öerwanbeln9“

©lara entgegnete: „Summer ifi bie Sranfheit beS ©eiftes,förbertiches Seiben tft ihre ©chwefier — 3winingSgefchwifter,Surret, bie feiten lange getrennt bleiben. 3uweilen ift eSbas förperliche Seiben, welches guerfl unfere Stugen umwölft,unfere £anb lähmt, ehe noch bie rege ©lut beS ©eifteS unbbet SeurtpeilungSfraft erlifchf. — Slber geben ©ie wohl Steht,halb folgt ihre graufamere ©chwefier, unb träufelt aus ihrerUrne falten $h«u auf unfere Hoffnungen, unfere Siebe, unfere©rinnerungen unb ©efühle, unb geigt uns, baji fie alle ins«gefammt nicht bie 3erfiörung unferer förperlicfien Sräfte guüberleben oermögen.“

„O mein ©ott!“ feufgte StHrrcI, „ifi es bahin gefommen?“