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Als sic sechzehn Jahre alt war, vermählte sie sich, aus Ge-horsam gegen ihren Vater, mit Ulpho oder Wulpho, Fürstenvon Neri eien in Schweden, welcher achtzehn Jahre alt war. Diebeiden Eheleute brachten mit gegenseitiger Einwilligung das ersteJahr ihrer Verbindung in Enthaltsamkeit zu; ließen sich auch in dendritten Orden des heiligen Franziskus anfnehmcn, und dadurchward ihre Behausung eine Art Kloster, in welchem sic unter strengenBußübnngen mit einander lebten. Später lebten sic mit einanderals fromme Ehelente, und Birgitta gebar ihrem Manne acht Kinder,von denen Katharina am 22. März als heilig verehrt wird.
Eine Wallfahrt, welche diese frommen Ehelente nach SanJago de Compostc l la unternahmen, bot ihrer Frömmigkeit neueNahrung dar. Bei ihrer Zurückkunft nach Schweden trat der Prinz,vom Geiste Gotteö getrieben, mit Birgitta'S Zustimmung in einCistcrzicnscrkloster. >
Birgitta aber, ans diese Weise der ehelichen Bande ent-hoben, entsagte dem Range einer Prinzessin, um sich ganz der Bußezu widmen. Sie vcrtheilte Wulpho'S Güter unter ihre Kindernach den Vorschriften der strengsten Gerechtigkeit, und dachte nun analles daS nicht mehr, was sie in der Welt besessen hatte. Sic be-diente sich nicht mehr der Leinwand, den Schleier ausgenommen,mit welchem sie ihr Haupt bedeckte, und trug ein grobes Kleid, dassie mit Stricken voll Knoten zusammenknüpfte. Ihre Kasteiungenwaren über alle Begriffe, und dabei verdoppelte sie dieselben anFreitagen, wo sic ans irgend einen Theil ihres Körpers heißes Wachstropfenweißc träufeln ließ, um sich so das Andenken an die Leidendes gekreuzigten Heilandes cinzuprägen.
Hier wäre vielleicht der gelegene Ort, von ihren Offenbarungenzu sprechen. Wir sagen jedoch bloS so viel, daß dieselben auf demConeilium von Basel besprochen wurden. Gerson und andere Theo-logen verlangten ihre Verwerfung; allein der Cardinal Johann vonTorguemada sprach günstig für sie und erklärte sic für nützlich zur
> Er starb als Novize. Wahrscheinlich that er noch vor seinem Tode Profeß,eine Gewohnheit aller Orden, diese Ehre Schwerkranken zu Theil werde» znlassen. Daher scheint es nicht mehr auffallend, wenn ihn die Cistcrzienser inihrem Menologium mit in die Zahl der Seligen versetzt haben.