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1 (1845)
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Belehrung der Gläubigen, womit das Concilium übcreinstimmte.Gleichwohl folgt daraus nichts Anderes, als daß diese OffenbarungenNichts enthalten, was gegen den Glauben wäre. Benedikt XIV.druckt sich darüber folgender Maßen auS: 'An der Gutheißungähnlicher Offenbarungen liegt weiter Nichts, als daß man sie nachmicr reiflichen Prüfung zum Nutzen der Gläubigen veröffentlichendarf. . . . Obwohl sie nun natürlich nicht denselben Glauben, wiedie Rcligionswahrheiten, verdienen, so kann sie doch der GlaubedeSMenschen für wahr halten, jedoch nach den Gesetzen der Vernunft,sefcrn sie diesen gemäß wahrscheinlich sind und aus hinlänglichenGründen ruhen, so daß sie der fromme Sinn glauben kann."Nicht zu vergessen ist, was Papst Gregor der Große sagt:auchdie von Gott am meisten begünstigten Heiligen täuschen sich oft, in-dem sie das für eine göttliche Erleuchtung halten, was nur dieWirkung der Thätigkeit der menschlichen Seele ist." Flcury fügtnoch bei, daß das Wachen und Fasten bei Leuten von ausgezeich-neter Frömmigkeit eine lebhafte Phantasie so sehr reizen könne, daßihre Ergüsse, die man manchmal für Wirkungen des heiligen Geisteshalte, in der That überraschend seien. Dieser Gedanke Fleury'sstützt sich auf eine wichtige Stelle beim heiligen Hieronymus. Wasübrigens auch immer daran wahr seyn mag, so berechtigt uns dochNichts, höhnisch und spöttisch von diesen außerordentlichen Zuständender Heiligen zu sprechen, welche, auch zugegeben, daß sic manchmaldie Erzeugnisse der Phantasie sind, nichts desto weniger die" Fruchteiner in ihren Grundsätzen und in ihren Acußerungcn hochzuach-tendcn Frömmigkeit bleiben.

Doch, kommen wir zu unseren Orden vom Weltheilande zurück.Die tiefe Verehrung, welche Birgitta genoß, ließ sie alsbaldLeute finden, welche dieselbe Frömmigkeit durchglühtc, und die derWunsch beseelte, in der Zurückgezogenheit das Leiden Jesu Christiund seiner heiligsten Mutter zu verehren. Für diese nun ließ diePrinzessin das Kloster zu Waste in oder Wadsteua, in der Diö-ccsc Linköpiug in Schweden, erbauen, und führte sechzig Nonnenin dasselbe ein. In einem andern, von diesem Kloster abgesondertenGebäude nahm sie dreizehn Ordenspriester auf, zu Ehren der zwölf

* Oe Lunonir. 8:mcU I. 2. c. 32. IXre. 11.