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volle Sohn entsprach in der Thal den Erwartungen des heidnischenVaters. Nachdem er die ersten Anfangsgründe einer wissenschaft-lichen Bildung in seinem Geburtsorte erlernt hatte, ward er nachMadaura, einer nahe gelegenen Stadt geschickt, wo er in derGrammatik, Dicht- und Redekunst unterrichtet wurde. In seinemsechzehnten Jahre kam er wieder nach Tagaste zurück, von wo erzur Vollendung seiner Studien nach Karthago reisen sollte. Bevorer aber diese Stadt bezog, blieb er noch ein Jahr in dem ritterlichenHause. Tie Ermahnungen seiner Mutter blieben damals ohne Ein-druck. Denn bald schloß er Freundschaft mit zuchtlosen Jünglingen,in deren Gesellschaft er gericlh. Nunmehr überließ er sich ganz demUngestüme seiner Leidenschaften.
Angustin ging um das Jahr 370 im Anfänge seines 17tenJahrcS wirklich nach Karthago, und machte in seinen Studienschnelle Fortschritte, dabei gab er sich aber auch der fleischlichenAusschweifung hin. Die Macht des Beispiels riß ihn fort in diebösen Gesellschaften; er fand Behagen an gefährlichen Ergötzungen,erglühte von Lust für die Schauspiele, die, ihm daS Bild der schänd-lichen Leidenschaften darstellend, das unreine Feuer, daS schon inihm brannte, unterhielten.
In dem folgenden Jahre verlor er seinen Vater. Angustin setzteindes; ununterbrochen seine Studien zu Karthago fort, und' legte sichhauptsächlich auf Philosophie. In der Folge mißfielen ihm jedochdie heidnischen Weltwcisen und er fing daher an, die heiligen Bücherzu lesen, fiel aber in die Ketzerei der Manichäer, worin er gegenneun Jahre beharrte. Die Hauptnrsachc seines Falles war Hochmut!)und Unkcuschheit.
Kaum hatte er das zwanzigste Lebensjahr erreicht, als er schonin allen Zweigen der sogenannten freien Künste Meister und Lehrerwar. Allein all' sein Wissen wurde ihm durch den schlechten Ge-brauch, den er davon machte, schädlich. Seine Mutter, die derkatholischen Kirche mit ganzer Seele ergeben war, weinte über dieVerirrungen ihres Sohneö, und flehte unaufhörlich zu Gott umseine Bekehrung.
Indessen leitete Gottes Vorsehung die Wege zu seiner Bekehrungein. Augustin verlor einen ihm thcuern Freund, der noch in den letzten