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1 (1845)
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diese Opfer der Liebe Cilicien, die durch Knoten (und manchmaldurch eingenähtes Blei) noch drückender waren. So übcrtrafcndenn diese Nonnen als lebendige und beständige Opfer alle andernan Strenge.

Die Hindernisse aber, welche der heiligen Theresia bei der Ver-besserung der Karmelitinen begegneten und die sie erst nach langenund schweren Kämpfen besiegte, ließen schon die Schwierigkeitenahnen, welche ihrem Plane, dieselbe Verbesserung bei den Mönchenihres Ordens cinznführen, sich entgegensetzen würden.

Indessen thciltc sie ihren Plan zuerst dem KarmclitengencralJohann Baptista Rubeo von Ravenna mit. Derselbe hatte eineReise nach Spanien gemacht, und war ein Mann von hohen Ver-diensten. Der Ruhm der heiligen Theresia war bis zu seinen Ohrenerschollen, und cs trieb ihn das Verlangen, sie zu sehen, und sichmit ihr zu unterhalten. Gleich bei den ersten Unterredungen undBesuchen ward er erfüllt von Hochachtung und Bewunderung gegendie Heilige. Ihre Klugheit und ihr Eifer rührte und erfreute ihnso sehr, daß er ihr bei seinem Abschiede erlaubte, nach eben demPlane noch andere Klöster zu stiften. Zugleich überreichte er ihrVollmachtsbriefe, welche sie zur Gründung zweier Mannsklöstcrermächtigten.

Während des Aufenthaltes der heiligen Theresia in dem treff-lichen, von ihr gegründeten Fraucnklostcr zu Medina del Campohatten ihr zwei Religiösen ihres Ordens versprochen, die neue Re-form so bald einzuführen, als es ihnen vergönnt seyn würde, einHans zu diesem Zwecke zu gründen. Die Gelegenheit kam auchbald. Denn ein Edelmann von Avila, der Theresens Wunschhörte, ein Kloster für die unbeschnhtcn Karmelitern zu stiften, botihr ein Landhaus an; und die zwei heiligen Ordcnsmänner, welchein die neue Anstalt zu treten ihr versprochen hatten, begaben sichauch ohne Verzug dahin. Der Eine war der Pater Johann vonJesu, der Andere der Pater Johannes vom Kreuz, jener ehrwür-dige Diener Gottes, dessen Name in der Kirche so berühmt ge-worden ist. r

' Der Münch Johannes vom Kreuz hatte ein zu trauriges Schicksal, alsdaß wir nicht in kurzen Umrissen seine Lebensgeschichte hier geben dürften.