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1 (1845)
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tion von Mantua. Denn sie zählte nicht allein bald fünfzigKlöster, sondern Eugen IV. crtheilte ihr auch die Erlaubnis;, einenGeneralvicar zu wählen.

Bald bemerkte man jedoch, daß die Milderungen Eugens, wiealle übermäßigen Begünstigungen, das Nebel nur noch vergrößer-ten, indem sie den Karmeliten Mittel und Wege cröffuctcn, unge-straft die ursprüngliche Regel zu übertreten. Diese bittere Erfah-rung mm veranlagte Johann Soreth, den sechöundzwanzigstenGeneral des Ordens, eine zweite Reform der Anstalt zu unternehmen,und sic neuen Ucbungen zu unterwerfen. Allein, obwohl PapstPaul II. im Jahre 1460 seine Bestätigung gab, so wurden doch seineBemühungen von den erschlafften Mönchen so übel ausgenommen,daß man ihm vergiftete Maulbeeren versetzte, deren Genuß seinenTod zur Folge hatte. Zu Soreths Zeit waren die Chormöucheschwarz, und die Laienbrüder dunkel oder tannenfarbig gekleidet.Derselbe General gab sofort die schwarze Farbe auf, und kleidetesich dunkelbraun, weil ursprünglich die Mönche seines Ordens dieseFarbe getragen hatten.

So unglücklich Soreth auch in seinen Verbcsscruugsversuchenwar, so glücklich war er übrigens in einem andern Unternehmen.Mit Genehmigung des Papstes Nikolaus V. hatte er nämlich demKarmelitenorden auch einen zweiten oder Frauenorden beigcsügt,und dafür zunächst fünf Klöster oder Häuser gegründet. ^im Jahre 1428 als cm berühmter Prediger in Flandern und Artois. DieKraft und Würde seiner Predigte» füllten die Kirchen mit einer nngehenernMenschenmenge, die oft auf 16 20,000 Zuhörer sich belief. Damit er überallverstanden würde, hieng man ihn oft in Stricke» in die Lnft.

Als er einmal ans einem Esel nach Lyon ritt, schloßen sich auch vieleKarmeliten an diesen Zug an. Hier nun predigte er mit einem so glückliche»Erfolge, daß viele junge Frauenzimmer all' ihren Schmuck zu seinen Füßenlegten und ihn feierlich vor ihren Augen verbrennen ließen. Mit einemseltenen, geheimen Zauber wirkte die Kraft seiner Beredtsamkett ans dieZuhörer, so daß die Jugend ihre Spiele, die Wüstlinge den Taumelplatz ihrerLeidenschaften verließen und seiner Lehre folgten. Im I. 1432 reis'te er vondieser Stadt nach Rom, und predigte auch hier, aber so, daß Papst Engen IV.seine Abweichungen von der orthodoren Lehre merken mußte. Daher ließ ihnder Papst verhaften, ihm von den Cardinälen von Ronen und Navarra denPrvceß machen, und so endete Connecte im 1.1433 ans dem Scheiterhaufen.

' In diesen Häusern zeigte sich bald die löbliche Sitte, Frauen und Mäd-chen, denen ans pecnniären oder moralischen Gründen das Leben in der Welt