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1 (1845)
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und sich auf denselben nicht hätten halten können, so weit sie auchan Wissenschaftlichkeit hcrvorragtcn, wenn nicht der Schütz derPäpste ihren Gegnern endlich Schweigen geboten hätte.

Allein bald entspannen sich zwischen den beiden Bettclordenselbst ernste Kämpfe, die von beiden Seiten hitzig geführt wurden.Die beginnende Eifersucht gab sich anfangs darin zu erkennen, daßdie Franziskaner so gerne wiederholten, ihr Stifter verdiene denVorzug, zuerst einen Bcttelorden gestiftet zu haben. Indem sie nunmit solchen und ähnlichen Lobsprüchcn den heil. Franziskus von Assisiüberhäuften, wollten sie den andern Ordcnsstifter in den Schattenstellen und denselben dem ihrigen gegenüber herabwürdigen. Anderer-seits aber übcrtrafen die Dominikaner die Minoritcn bei weitem anGelehrsamkeit, und hatten deßwcgen die meisten Lehrstühle aufUniversitäten und in Schulen mit allgemeinem Bcifalle inne. TieFranziskaner dagegen konnten anfangs nur da auf einen glücklichenErfolg rechnen, wo sic in die Fusitapfcn ihrer Nebenbuhler traten.Seit langer Zeit verehrten die Dominikaner ihren Albert denGroßen und ihren Thomas von Aguino (mit dem BeinamenUoelor unZ-eliaus" englischer Lehrer) als die schönste Zierde derWissenschaft, während die Franziskaner sich noch auf keinen Mannaus ihrem Orden berufen konnten, der würdig gewesen wäre, diesenberühmten Theologen an die Seite gestellt zu werden. Endlich tratder Franziskaner Du ns Seotus auf, der unternahm, die Lehredes heil. Thomas von Aguino zu bekämpfen. Thomisten undSeotistcn hatten von nun an lange den Kampfplatz inne, undlieferten einander manch' hitziges Tressen. Einer der Hauptpunkte dieserStreitigkeiten war die unbefleckte Empfängnis; Marias , welche dieThomisten läugnctcn. Die Franziskaner dagegen warfen sich alsderen Vcrtheidigcr auf und gewannen dadurch im Geiste des Volkesviel an Ansehen. Denn obwohl dieses zu gewissenhaft war, überso schwierige Gegenstände ein Urtheil zu fällen, so wurde eS docherbaut, wenn eS die Gründe und Gcgcngründe beider Parteien zurVcrthcidignng ihres Systems hörte. Außerdem huldigten die Domi-nikaner der strengen Gnadenlehrc Augustins, während die Minoritcnoder Franziskaner mehrfach des Scmipelagianismus beschuldigt wurden.

Diese Kämpfe auf dem Felde der Wissenschaft abgerechnet, waren