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1 (1845)
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die Prcdigcrbrüder und die Minoritcn im Großen und Ganzen docheinander mit Liebe zugcthan; der Kuß, mit dem der heil. DoniniknSden heil. Franziskus begrüßte, wurde auf den Lippen ihrer Schülerein heiliges Erbe, und auch jetzt vereint beide Orden eine jugend-liche Freundschaft. Eie sind sich in gleichem Dienste an allen Ortender Welt begegnet, sic haben ihre Klöster auf demselben Boden er-baut, sie haben vor denselben Thürcu gebettelt; kurz, ihre Tugenden,ihre Macht, ihr Ruf und ihre Bedürfnisse haben sich überall und un-aufhörlich berührt, und sechshundert Jahre laug bestehen sie ruhigneben einander und kein Orden sucht den andern zu verdrängen.Und zu Rom ziehen am Feste des heiligen Dominikus Wagen vondem Kloster Santa Maria sopra Minerva, wo der General derDominikaner seinen Sitz hat, zu dem Kloster Ara Coli, um hierden General der Franziskaner abzuholcn. In großer Anzahl bege-ben sich sofort die Mönche beider Orden zum Hochaltar und nachgegenseitiger Begrüßung gehen die Dominikaner in den Chor zurück.Die andern aber feiern am Altar den Gottesdienst für den Freundihres geistlichen Vaters. An derselben Tafel brechen sie dann dasBrod, und nach geendetem Mahle singen sie gemeinschaftlich dieAntiphone:der seraphische Franziskus und apostolische Dominikushaben uuö, Herr! dein Gesetz gelehrt." Und dasselbe Zeichen gegen-seitiger Liebe wiederholt sich am Feste des heiligen Franziskus.

Pommtknncriiicii.

Die Wiege dieser Nonnen ist das bereits genannte Kloster zuProuille. Die in demselben zu erziehenden Mädchen sollten nachdem Willen des heiligen Dominikus einen weißen Nock, einen loh-farbeuen Ueberwurf nnd einen schwarzen Wcihcl tragen. Indessenist uns hierüber nichts ganz Gewisses überliefert worden. IhreStatuten entnahm der heilige Stifter der Regel des heiligen Au-gustin und ihre erste Superiorin war die Frau Guillcmette vonFanjcaur. Später aber stand dieses Kloster, das sich der Gunstder Großen erfreute, nur adeligen Mädchen offeil und selbst Prin-zessincn trugen in ihm den Habit.

Schon Papst Jnnoecnz III. hatte den Plan gehabt, in demKloster San Sisto die in Rom zerstreut lebenden Klosterfrauen zu