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1 (1845)
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ibren Anhängern zählten. UebrigcnS hatte der heilige Mann Gotteskeine andern Waffen gegen sie ergriffen, als Belehrung, sein rühren-des Beispiel nnd das Gebet. ' Der Plan zur Inquisition aberwurde erst aebt Jahre nach dein Tode deS heil. Dominikus auf demim Jahre 1229 zu Toulouse gehaltene» Coneil entworfen, und vierJahre nachher ernannte Papst Gregor IX. zwei Dominikaner zuInquisitoren in Languedoc. Obwohl übrigens vor der ersten fran-zösischen Revolution zu Toulouse stets ein Mönch den Titel Inqui-sitor hatte, ohne daß er jedoch von ihm Gebrauch machte, so zeigtesich doch Frankreich, wie auch andere Länder, eifrigst bemüht, dicßBlutgcricht abzuschaffen. Es bestand nur in einigen italienische»Provinzen, auf der Insel Malta, in Spanien und Portugal, aberjcdeömal mit verschiedenen Vorschriften und Bestimmungen, denenman in den verschiedenen Ländern zu folgen hatte.

Demnach wäre klar, daß die Generale der Dominikaner erstseit dem Jahre 1233 gleichsam geborene Inquisitoren der ganzenChristenheit waren. Der Papst, welcher auch jetzt noch Inquisitorenaufstellt, läßt zu Rom slctö die Cougregation 8-icri Olsten in demDominikanerkloster Minerva bestehen; ihre Befugniß erstreckt sich je-doch nur über Italien, nnd ihre ganz blutlose Wirksamkeit ist haupt-sächlich gegen schlechte Bücher gerichtet.

Auf die Vorwürfe gegen die Strenge der Inquisition, derenMacht heutzutage so sehr geschwächt ist, antwortet man mit Recht,daß ihr Nichterausspruch in vier Welltheilcn viel weniger Blut ver-goß, als durch die Religionskriege allein in Frankreich floß, unddaß sie die Länder,' in denen sic noch befielst, vor den giftigen Pfei-len des Unglaubens schützt, die das ganze übrige Europa treffen.Alle pathetischen Ucbcrtreibnngen der von der Inquisition gebotenenStrafen sdie man mito da le d. i. Glaubenshandlungen nennt) nndaller von ihr befohlenen Blutvcrgießnngcn, scheitern au dein kräf-tigen Worte Friedrichs II.:hätte ich Provinzen zu züchtigen, sogäbe ich ihnen Philosophen zu Herrschern." Wissen wir denn nicht,daß in den fünfzig Jahren, in denen die Ungläubigen sich zu Hcrr-

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