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1 (1845)
Entstehung
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auch heutzutage erthcilcn noch der ffliiAwIvi- 8ucn ?alirti> und seineAssessoren allein die Gutheißung zum Drucke eiucS Buches.

Dieselbe Bewandtnis«, wie mit dem ssknnHwi'iui» 8-u.wi l'-ckulii,hat cS auch mit der Inquisition.

Fleury ^ führt die Entstehung dieses Gerichtes bis ans ein DekretdcS Eoneiliumö von Verona (1184) zurück, demgemäß den Bischöfender Lombardei befohlen ward, die Ketzer sorgfältig aufzusuchen, unddiejenigen, welche hartnäckig seyn sollten, der bürgerlichen Obrigkeitzu übergeben, damit sie körperlich gestraft würden. Die Schriftstelleraber, welche den heil. Dominikus als den ersten Inquisitor nen-nen, irren sich ungemein. 2 Tenn so lange der Heilige bei den Al-bigensern in Languedoe verweilte, waren und konnten die Häretikerniemals vor ein solches Gericht geschleppt werden, wie das derInquisition war, weil sic, weit entfernt, sich zu verbergen, mir denWaffen in der Hand öffentlich dogmatisirten und selbst Fürsten unter

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2 Constantin von Orvicto und der selige Hnmbert berichten uns zwar fol-gende Thatsache:Während des sogenannten Krenzznges gegen die Albigenserwaren einige Ketzer in der Gegend von Tonlonse ergriffen, überwiesen,und, weil sie sich weigerten, znm Glauben znrückzukehrcn, der weltlichenGerechtigkeit übergeben und zu in Fenertode vcrnrtheilt worden.Dominikus aber mit seinem in die Geheimnisse Gottes eingeweihten Herzen,einen derselben betrachtend, sagte den Beamten des Gerichtshofes: führet die-sen bei Seite, und hütet euch, ihn zu tödtcn. Dann wandte er sich zu demKetzer und sprach mit großer Milde:Ich weiß, mein Sohn, daß du langeZeit brauchen, daß ,dn aber zuletzt dennoch gut und heilig werden wirst." Undin der That lebte dieser noch 20 Jahre lang in der Verblendung der Ketzerei:dann aber, von der Gnade gerührt, legte er das Gewand eines PredigerbrnderSan und lebte und starb unter diesem im reinen Glauben.

Der Ausdrucküberwiesen" gab zu falschen Folgerungen Veranlassung,als hätte Dominikus an solch' einer Procednr Theil genommen. Wie wir baldsehen werden, so bekannten die Bewohner von Languedoe öffentlich mit demSchwerte in der Hand ihre Ketzerei; waren aber einige derselben in die Händeder Kreuzfahrer gefallen, so sandte man Männer der Kirche zu ihnen, damitsie denselben das katholische Dogma erklären und sie ihrer Jrrtbümerüberweisen sollte». Man bat sic mit allen Bitten christlicher Liebe, dieKetzerei abznschwvrcn, und verhieß ihnen um diesen Preis Begnadigung, welcheauch wirklich Allen zu Theil wurde, die in den Schoos der Mntterkircheznrückkehrten, und nur die Hartnäckigen wurden manchmal der weltlichen Obrig-keit übergeben. Das Amt einer solchen Ueberweisnng hatte nun hier derheilige Dominikus übernommen. Vgl. Lacordaire, Leben des heiligen Do-minikus. Deutsch S. 104.