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Und dich Dankbarkeit wurde den Dominikanern nicht verweigert,die Unbilden der Protestanten abgerechnet, welche, an Gründen ver-zweifelnd, diesen Mönchen verwarfen, sie hätten die christliche Liebevergessen, und znm Schwerte gegriffen, wo sic nicht zu überzeugenvermochten; auch hätten sie, statt das Volk allmählig zu erleuchten,die drückenden Bande der Unwissenheit und deS Aberglaubens nurnoch enger geschmiedet. Wie die Minoritcn, waren auch die Domi-nikaner eifrigst bestrebt, sich Einfluss und Achtung zu verschaffen.Die Erstem waren besonders die Männer des Volkes, während dieLetztem mehr um die Gunst der Großen und das Wohlwollen derFürsten sich bemühten. Und vielleicht erklärt sich gerade hieraus,warum die Dominikaner zuerst den Charakter eines Bettelordcnsablegtcn, der in Palästen und an Höfen zu anstößig war; warumsic sich ferner in feinere Sitten schickten, welche ihre innige Vertrau-lichkeit mit den Großen befestigten, und so die Quelle bedeutenderVortheile wurden. Vorzüglich befaßten sic sich mit der Leitung derGewissen und erwarben sich so einen sehr großen, aber stets nütz-lichen Einfluß ans Geist und Herz ihrer Beichtkinder. Am französi-schen Hofe zeigt die Reihenfolge der Beichtväter der Könige bis aufHeinrich IX. fast lauter Dominikaner; ebenso hat ihr Orden denKönigen von Eastilien während 500 Jahren bis auf Carl V. ihreGcwissensräthc gegeben, und nur die Jesuiten konnten sie ans diesenwichtigen Stellen verdrängen.
WaS indessen von den Gegnern ihnen hauptsächlich zur Lastgelegt wird, ist der Umstand, daß seit den Zeiten des heil. Domini-kus stets ein Mönch ans seinem Orden das Nnssislerium Hmmtiknlalü verwaltete. Der Haß aber, dem der ÜInAmter 8nneti ?->-Inlii auSgcscht ist, erklärt sich schon durch die besonder» Pflichtenseines Amtes. Denn eine der Obliegenheiten der Träger dieserWürde besteht in der Obsorge, daß die Preßfreiheit nicht in will-knhrliche Ausgelassenheit ausarte. Leo X. hatte nämlich befohlen,man dürfe in der Stadt Rom und in ihrem Distrikte ohne die gut-hcißcnde Erlaubnis des Cardinalvicars und des ülagister 8nori 1'->-lalii Nichts mehr drucken, und Urban XIII. verbot jedem, der imKirchenstaate irgend ein Werk verfaßt hatte, dasselbe einem Fremden,ohne Einholung derselben Erlaubnis, zum Drucke zu übergeben. Und