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tragen sollten. Jetzt begann ein frisches Leben für die neue An-stalt, die von Tag zu Tag sich vergrößerte. Treu ihrem ersten undheiligsten Berns, verbreiteten sich die Prediger-Brüder von diesemAugenblicke an in allen Landen, predigten den Glauben und fandenso mehrfach Gelegenheit, Klöster zu gründen. So stiftete Dominikuseines zu Venedig; seine Gehülsen und Genossen, Peter Cellani, dasvon Limoges, Stephan von Metz das Kloster von Metz (wohersein Beiname), ein dem Namen nach unbekannter Franzosedas Kloster St. Nicolaus zu Bologna, und der Pater Mathias eineszu Paris. Da in dieser Stadt das erste Kloster in der St. Jakobö-straße erbaut worden war, so wurden diese Mönche Jakobinergenannt, ' ein Name, der in den Schreckcnszeiten der ersten fran-zösischen Revolution zu einer so traurigen Berühmtheit gelaugte. 2In allen seinen Unternehmungen zeigte der heil. Dominikus,daß er wußte, was er wollte; alle von ihm getroffenen Maßregelnbezeugen, daß er den Plan hegte, seinem neuen Orden Tauer undBestand zu geben. Eine der vorthcilhaftcstcn jedoch, welche er imInteresse seines Ordens, und folglich auch in dem der Religion,deren mächtiger Vertheidiger er war, traf, war die, daß er Nomdem Kloster zu Toulouse, der Wiege der Dominikaner, vorzog, undin der erstem Stadt in der Eigenschaft eines Generals residirte.Dieser Entschluß des heiligen Mannes war nämlich grvßtentheilsdie Quelle des ungeheuren Einflusses und der außerordentlichen Pri-vilegien, deren sich sein Orden rühmt. Denn bald wurden dieGenerale wegen ihres Eifers für den Glauben und wegen ihrerBemühungen, der Kirche den Sieg zu verschaffen, unumgäng-^ ?l» der Stelle des Klosters stand, als die Predigerbrnder sich hier nieder-ließen, ein Hospital zum heiligen Jakobus für arme Fremden.
' Weitere Stiftungen sind die des Snero Gomcz, welcher das KlosterSantarem am Tajostrom, einige Stunden oberhalb Lissabon, gründete. —Michael von Fabra stiftete die spanischen Kloster von Majorca und Valencia;Hyacinth und seine Genossen errichteten zu Freisach, einer Stadt des altenNoricum, ein Kloster; zu Krakau schenkte ihnen der Bischof ein Haus vonHolz, welches bischöfliches Eigenthum war, zur Errichtung eines Klosters.Ceslas gründete die Convente von Prag und Breslau; Hyacinth aber drangbis Kiow vor, und schlug die Zelte der Dominikaner unter den Augen derschiömatischen Griechen und unter dem Getöse der tartarischen Räuberzüge auf.Dominikus selbst gründete eines zu Segovia unter dem Namen zum heiligenKreuze, und so seine Schüler fortwährend an verschiedenen Orte».