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mehrt hatte, unternahm es Franz im Jahre 1454 mit Genehmigungdes Bischofs von Conscnza, eine Kirche und ein Kloster zu bauen.Als sein Vorhaben bekannt wurde, strömte man von allen Seitenherbei, um die Ausführung fördern zn helfen. Als sofort das Klo-ster auögebaut war, ließ der Heilige seine Jünger in dasselbe ziehen.Die Zeit des Eremitenlebens war fetzt vorüber, alle Zellen warenbald in einer Clausnr und unter einem Dache vereinigt. Der Ruhmdeö Stifters aber hatte bereits seine Anstalt in Calabrien und Sici-lien verbreitet, noch che er für dieselbe eine Regel verfaßt hatte, alsihr Sirius IV. im Jahre 1474 die päpstliche Bestätigung gab, unddiese Eongrcgation von der Gerichtsbarkeit der Ordinarien (Orts-bischöfe) frei sprach. Zugleich ward Franziskus von Paula zumGencralsupcrior ernannt. Gleichwohl war er noch nicht geneigt,seiner neuen Anstalt eine Regel zu geben, in der Ucbcrzeugung, daßdas lebendige Beispiel mehr wirke, als der todte Buchstabe.
Im Jahre 1482 äußerte König Ludwig XI. von Frankreich denWunsch, dieser Heilige möchte nach Frankreich kommen. DieserFürst nämlich, ans dessen Geist die Furcht vor dem Tode einen solebhaften Eindruck machte, hegte die Zuversicht, Gott werde durchdie so kräftige Fürsprache des heil. Franziskus von Paula sein Lebenverlängern. Allein der Heilige erwirkte ihm die noch viel größereGnade, daß er in sich ging und christlichere Gesinnungen annahm.Er starb in den Armen des Dieners Gottes am 13. August 1483.Carl VIII., Sohn und Nachfolger Ludwigs XI., erzeigte dem Heiligeneine noch größere Ehre, als sein Vater gethan hatte. Er befragtedenselben in allen Gewisscnsangelegcnhciten, und sogar in Staatö-gcschäftcn, und ließ ihm ein schönes Kloster im Park von PlessiS lesTours und noch ein anderes zu Amboise erbauen. So nun wurdeder neue Ordeu auch in Frankreich cingcsnhrt. Zu Paris nanntemau seine Mönche Lmm-Honnnes (gute Leute), weil sie Ludwig XI.und Carl VIII. gemeiniglich so hießen, oder vielmehr, weil sic an-fangs in dem Gehölze Vincenncs in einem Kloster der Grandmon-tiner, welche man Loim-IIominos hieß, gewohnt hatten.
In Spanien, wohin Franziskus Mönche aus dem KlosterPlessis-les-Tours sandte, erhielten sie den Namen Väter deöSieges, weil der König Ferdinand der Katholische cs dem Gebete