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ihres Stifters zuschrieb, daß Malaga den Mauren abgcnommeuwerden kennte. Tic Schüler des heil. Franziskus wurden sofortvon den Fürsten mit allen Zeichen der Gunst überhäuft. Im Jahre1497 ließen sie sich auf die Bitte des Kaisers Marimilian auchin Deutschland nieder, wo sic drei Klöster erhielten, von denen so-fort viele andere bevölkert wurden.
Im Jahre 1403 hatte Franziskus endlich eine dreifache Regelverfaßt; eine für die Religiösen, eine andere für die Klosterfrauenund eine dritte für die Tertianer seines Ordens. Von demselbenHeiligen haben wir auch ein sogenanntes Eorrcetorium, oder eineAnweisung, Bußübungcn anfznerlegcn. Bei dieser Gelegenheit wol-len wir bemerken, daß der Obere eines jeden Hauses bloß den TilclCorreetor (Verbesserer) annehmcn durfte, und sich stets daran erin-nern sollte, er sei der Diener aller klebrigen, nach den WortenJesu: „Der Größte unter Euch sei wie der Geringste, und derOberste, wie ein Diener." ^ Daraus nun geht deutlich hervor, daßdie Demuth und die Liebe in Verbindung mit der Buße die Grund-lage dieser Regel bildeten. Sei es nun, daß der heilige Stifter nachdiesem Grundsätze der Demuth seine Mönche unter die Franziskanererniedrigen wollte, welche sich mindere Brüder (chr-ilros minores)nannten, oder daß er bei dieser Benennung die Worte Jesu imAuge hatte: „was ihr den Geringsten (Mnmi) aus meinen Brü-dern tbnt, das habt ihr mir gethan" ^ — die Schüler des heiligenFranziskus von Paula nahmen den Namen Minimen, d. h. die Min-desten, an.
Franziskus von Paula ist der Erstes der darauf dachte, aus derBeobachtung des beständigen Fastens Stoff zu einem vierten Gelübdezu erhalten. „Das Fasten, sagte er, gleicht dem Oclc, das überalloben schwimmen muß." Diesem Grundsätze zu Folge war dahernicht nur der Genuß des Fleisches, sondern auch alles dessen ver-boten, was vom Fleische hcrkommt, als Eier, Butter, Käse, ferneralle Arten von Milchspeisen; mir Brod, Wasser und Oel waren er-laubte Nahrungsmittel. Zwar schreibt die Regel außerdem Armnthin der Kleidung, tiefes Schweigen, und häufige Kapitel vor, in
> Luc. XXII., 26.
- Math. XXV., 40.