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1 (1845)
Entstehung
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sammelten sich mir zum Gebete, zu Hebungen der Buße und derWohlthätigkeit und nannten sich E l i sa b e l h i n e ri n e u. Manche ver-einigten sich zu einem gemeinschaftlichen Leben, dienten den Armen,Nvthlcidcnden und Kranken, und übten tausend schöne Werke dergeistlichen und leiblichen Barmherzigkeit.

Uebrigens war an Gleichheit von Observanz und Tracht beiihnen gar nicht zu denken. Aber ihre Leistungen müssen noch vonder spätesten Nachwelt mit Dank anerkannt werden!

Klosterfrauen des -ritten (Ordens mit (Llausur.i)) Clisabethinerinen oder bannherzisse Schwestern.

Mit diesem Vereine stoßen wir auf eine Anstalt, welche selbstin den neuesten Zeiten von den Gegnern des klösterlichen Lebenssogar mit Lobpreisungen überhäuft wurde. Indessen werden wir imzweiten Theile unserer Geschichte gerade über die Erhabenheit undWichtigkeit dieser Schwcsteranstaltcn bei den Stiftungen des heiligenVincenz von Paul etwas ausführlicher sprechen.

lieber den Ursprung der eigentlichen Klosterfrauen des drittenOrdens sind die Geschichtschreiber keineswegs einig. So viel aberist außer Zweifel gewiß, daß uns vor dem Jahre 1395 diese An-stalt nicht begegnet, und daß sie die fromme Angelina di Corbaromit Recht als ihre Stifterin betrachtet. Diese Nonnen wurden inDeutschland Elisabethinerincn, in Frankreich Soeurs, auchFilleö de la Misericorde (barmherzige Schwestern) genannt.

Unsere Angelina di Corbaro war eine Tochter Jakobs vonMontemarte, des Grafen von Corbaro und Tisigniano, und wurdeim Jahre 1377 geboren. Gegen ihre Neigung, und gegen einGelübde der Keuschheit, das sie abgelegt, mußte sie sich mit demGrafen von Civitclle vermählen. Allein nur als reine Schwesterlebte sie mit ihrem frommen Gemähte, den ihr schon nach Verflußeines Jahres die Hand des Todes raubte. Noch in demselben Jahre(1393) trat sie mit ihren Kammerfrauen und Fräulein in dendritten Orden deö heiligen Franz und kannte keine andere Sorgemehr hicuiedcn, als den Armen beizustehen und die Kranken zupflegen/ König Ladislaus von Neapel und viele seiner Großensetzten dem Gedeihen ihrer Anstalt Hindernisse, weil sie die fromme