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1 (1845)
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beim Landgrafen angeschwärzt, hatte sie es schmerzlich zu bedauern,daß sie nicht mehr so reichlich spenden konnte. Doch, wenig, abervon Herzen! Bei seinem Abzug zu der Kreuzfahrt mit KaiserFriedrich II. (1227) übertrug der Landgraf seinem Bruder HeinrichRaspe die Regierungögeschäste. Das heilige Land sah der trefflicheFürst nicht mehr, aber auch die Seiuigen sollte er nicht wiedergrüßen; unvcrmuthet schnell ereilte ihn der Tod zu Otranto am11. September 1227.

Heinrich Raspe benahm sich jetzt auf eine schmachvolle Weise.Elisabeth mußte arm die Wartburg verlassen, und der Verschwen-dung bezüchtigt, traf sie schmerzlich der Undank der Welt. Baldbezog sie das Spital unter der Wartburg und nährte sich kümmer-lich vom Spinnen und von andern weiblichen Arbeiten, bis ihreMuhme, die Aebtissin von Kitzingen, im Bisthume Würzbnrg, sie ineinem Wagen abholen und bald zu Bischof Eckbert von Bamberg,ihrem Oheim, bringen ließ, welcher ihr das Schloß Bottenheim zumWohnsitze anwies.

Aus Palästina zurückgckehrt, geleiteten die thüringischen RitterLudwigs Leiche und sahen zu Bamberg dessen trauernde und soungerecht mißhandelte Wittwe. Elisabeth wohnte der Bestattungbei. Auf Ludwigs Grab (zu Reinhardsbrunn) schwuren die Ritter,sich der Sache ihrer Fürstin gewissenhaft annchmen zu wollen.Und wahrlich! diese Biedermänner hielten treu ihren Eid; dennbald trug ihr der Schwager Versöhnung an, räumte ihr wiederdas Schloß Wartburg ein, bewilligte ihr das ganze Leibgeding, undließ ihr 500 Mark Silber zu ihrer ersten Einrichtung reichen.

Und siehe! schon 1229 erhebt sich zu Marburg ein Hospital,wo sie selbst mit zwei Hofdamen ihr - Leben ganz der Andacht,Frömmigkeit, Wohlthätigkeit und Kasteiung widmete, bis sie völligentkräftet am 19. November 1231 in der Blüthe ihrer Jahre derHand des Todes unterlag. Papst Gregor IX. sprach sie 1235 heilig;sie ist die Schntzpatronin eines Klvsterfrauenordens, der noch heut-zutage allerwärts in hoher Achtung steht.

Ein so glanzvolles Beispiel mußte in jener Zeit nothwendigviele Nachahmung finden. Viele fromme Frauen und Mädchenlebten von einander geschieden, jede in ihrem eigenen Hause, ver-

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