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1 (1845)
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mm kiltstand der dritte regulirte Orden, der, sobald man anfing, inihm feierliche Gelübde abzulcgen, in der Kirche eine getrennte Kör-perschaft begründete. Zur Zeit der Päpste Nikolaus IV. und Cle-mens V. gab es daher auch eigentliche M önche vom dritten Ordendcö heil. Franziskus.

Zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten vereinig-ten sich so Leute aus dem dritten Orden zur Gemeinschaft, beobach-teten den Klosterzwang, und legten die feierlichen Gelübde derArmuth, der Keuschheit und des Gehorsames ab. Als ihre Stifte-rn: betrachteten sie die heil. Elisabeth aus Ungarn, Landgräfin vonThüringen, die im Jahre 1231 starb. Diese Anstalt besteht ausPersonen beider Geschlechter, und zerfällt in verschiedene Klassen,von denen sich einige dem Krankcndienste in den Hospitälernwidmen.

Biedenfeld' hält cs für wahrscheinlicher, daß diese Veränderungim Tertiarierwesen schon zu Lebzeiten des heiligen Franziskus ineinigen Klöstern Italiens vor sich gegangen sei, indem dort die Spu-ren eines unverkennbar regulirten Wandels sehr früh sich gezeigthätten. Allein diese Vermuthung wird sich wohl kaum mit histori-schen Thatsachen begründen lassen, soviel wenigstens ist gewiß, daßin keiner Geschichte der Klosterorden irgend eine Andeutung davongegeben ist.

Indessen thciltcn sich die regulirten Tertianer beider Geschlech-ter in so viele Congregationcn, daß wir nicht umhin können, dieGeschichte der bedeutendsten derselben anzugebcn.

t. Longregalio» non der Lombardei.

Tic ersten Religiösen des dritten Ordens des h. Franziskus inItalien hatten in abgelegenen Gegenden viele Häuser, welche zwarregnlirt, aber nicht mit einander vereinigt waren. Sie hatten nachdem Nathe Nicolaus IV. nur zuweilen einen Visitator, lind in jedemHause einen eigenen Superior. Natürlich arbeiteten auch ihreGegner jeder Vereinigung nach Kräften entgegen. Allein PapstNicolauö V. gestattete in einer Bulle diesen Religiösen in Italien,

' Geschichte sämnülicher Mönchs- und Klosterftancnvrden. II. Thiel.S. 178.